Bild: Vesa Moilanen/dpa
Was wir wissen:
  • Am Freitagnachmittag um kurz nach 16 Uhr stach ein Mann auf dem Marktplatz in der finnischen Stadt Turku mit einem Messer mehrere Menschen nieder (bento). 
  • Wenige Minuten später schoss die Polizei auf den Täter und nahm ihn fest.
  • Der Angreifer tötete zwei Finnen und verletzte fünf Menschen aus Finnland, zwei aus Schweden und einen aus Italien. Alle neun Verletzten liegen in der Uni-Klinik von Turku (Yle Uutiset).
  • Bei dem angeschossenen Täter soll es sich um einen 18-Jährigen aus Marokko handeln. Er konnte noch nicht vernommen werden. 
  • Neben ihm hat die Polizei auch vier weitere Verdächtige festgenommen.
  • Die Polizei zeigte nach der Tat erhöhte Präsenz auf öffentlichen Plätzen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden an den Grenzen, an Bahnhöfen und am Flughafen der Hauptstadt Helsinki verschärft. 

Turku liegt etwa 170 Kilometer westlich von Helsinki an der Südwestküste Finnlands:

(Bild: Lokaler)
Was wir nicht wissen:
  • Die Tat wird als Mord mit "terroristischem Vorsatz" behandelt, gab die Polizei am Samstag bekannt. Näheres ist zum Motiv und einem tatsächlichen terroristischen Hintergrund ist allerdings noch nicht bekannt.
  • Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus – nahm aber vier weitere Personen fest. In welchem Zusammenhang sie zu der Tat stehen, ist bislang unklar.

Gerechtigkeit

Rechte wollen den Anschlag in Barcelona ausnutzen – nicht mit den Spaniern
"Liebe für alle, Hass für niemanden"

Sie kommen mit Pappkartons und Fahnen, auf ihnen prangt das Lambda-Zeichen, das Symbol der rechtsextremen Identitären. Gezielt stellen sich die Rechten dorthin, wo am Donnerstagnachmittag ein weißer Lieferwagen auf die Flanierstraße Las Ramblas in Barcelona eingebogen war und 13 Personen tötete (bento).

Ihre Botschaft: "Wir wollen keine Muslime hier." Hasserfüllt sind die Gesichter der rund ein Dutzend breitschultrigen Männer und der unscheinbaren jungen Frau. Immer wieder brüllen sie die Worte in den Himmel Barcelonas. 

Ihr Ziel: Den Terroranschlag nutzen, um Stimmung gegen Muslime machen.