Bild: imago/Heinz Schmidbauer
Das Geräusch kann so laut sein wie ein Rasenmäher

Seit mehr als 60 Jahren rätselten Forscher an diesem Phänomen: Woher kommt eigentlich das Geräusch beim Fingerknacken? Sind es die Gelenkknochen selbst, die den Laut von sich geben, oder was steckt dahinter? 

Mit einer mathematischen Analyse konnten Wissenschaftler nun die These untermauern, dass kleine Gasbläschen in der sogenannten Synovia-Flüssigkeit – die sich im Spalt zwischen den Gelenkknochen befindet – das Geräusch verursachen.

Das Gas ist normalerweise in der Gelenkschmiere, wie die Synovia-Flüssigkeit auch genannt wird, gelöst. Wenn die Gelenke allerdings auseinander gezogen werden, was beim Knacksen der Fall ist, entsteht ein Unterdruck und die Gasbläschen aus der Gelenkschmiere perlen aus. 

Man könnte den Vorgang mit dem Mechanismus beim Öffnen einer Sprudelfalsche vergleichen.

Wenn die Gelenkflächen dann auseinander springen, würde der Druck sich schlagartig wieder erhöhen, erklären Chandran Suja von der Stanford Universität (Kalifornien) und Abdul Barakat von der École Polytechnique in Palaiseau (Frankreich) im Fachjournal "Scientific Reports". Daraufhin verkleinern sich die Gasbläschen wieder und verursachen dadurch Druckschwankungen

Diese Schwankungen verursachen wiederum das Geräusch, das wir beim Fingerknacken hören.

Bis zu 83 Dezibel laut kann das Geräusch sein, sagen die Forscher in ihrem Bericht. Das ist immerhin so laut wie etwa ein Rasenmäher oder eine Schreibmaschine (Sueddeutsche). Nachdem die Blasen sich verkleinert haben, lösen sie sich wieder in der Gelenkschmiere auf. Das passiert ganz ohne Geräusche und kann um die 20 Minuten dauern. 

Mit Material von dpa 


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