Bild: Jens Kalaene/dpa
Was los ist – und wie du dich schützen kannst.

Airbnb hat vermeintlich einen Traum wahr gemacht: Geld verdienen, ohne groß was dafür tun. Ein paar Klicks, die vier Wände vermarkten – gut ist. Nur: Das stimmt nicht. 

Es gibt Regeln, und es gab sie immer. Wenn du über Airbnb Geld verdient hast, musst du diese Einnahmen auch versteuern. 

Viele machen genau das nicht – und das kann für sie nun zum Problem werden.

Die deutschen Finanzbehörden wollen von Airbnb wissen, wer über deren Plattform Geld verdient hat. Und natürlich vorrangig, ob diese Einkünfte versteuert wurden. (Wirtschaftswoche

Was, wenn nicht?

Das nennt man dann Steuerhinterziehung.

Und jetzt?

Wenn du erwischt wirst, drohen dir:

  1. Eine Steuernachzahlung für die vergangenen zehn Jahre,
  2. sechs Prozent Verzugszins pro Jahr,
  3. ein Strafbescheid,
  4. ein Ordnungsgeld bei illegaler Vermietung.

Zuerst aber muss Airbnb die Daten rausrücken. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass das Bundeszentralamt für Steuern in Bonn eine Gruppenfrage nach Dublin geschickt hat. Dort hat das Portal seinen europäischen Sitz. Wenn die Namen dann übermittelt werden, prüfen die deutschen Finanzbehörden, ob die Vermietung im gesetzlichen Rahmen ablief. 

Heißt: Erstmal abwarten. Aber spätestens jetzt solltest du dich um Orga-Kram kümmern.

(Bild: Ralf Hirschberger/dpa)

Worauf muss ich grundsätzlich achten?

  • Als normaler Mieter brauchst du die Genehmigung des Vermieters, wenn du dein Zimmer oder deine ganze Bude bei Airbnb ins Netz stellst. Und zwar ausdrücklich, dass es um eine mehrmalige kurzfristige Untervermietung geht. Der Vermieter kann dir fristlos kündigen, wenn du ihn nicht gefragt hast und es trotzdem durchziehst.
  • Informiere dich bei deinem Bezirksamt oder bei der Gemeindeverwaltung, ob du deine Wohnung über Airbnb vermieten darfst.
  • Bis Ende Mai gab es noch eine recht komplizierte Regelung in diversen Städten. Die Bezirke haben die Anfragen der Airbnb-Vermieter zum Großteil abgelehnt. Stichwort "Zweckentfremdungsverbot". Damit sollten Ferienwohnungen auf den allgemeinen Wohnungsmarkt zurückgeholt werden. 

Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Berlin haben bis heute Sonderregelungen.

Fassen wir mal zusammen: 

  • In Berlin brauchst du keine Genehmigung vom Amt, wenn du nur ein einzelnes Zimmer vermieten möchtest – außer, es ist größer als die halbe Wohnung. Ist das der Fall, musst du zum örtlichen Wohnungsamt und dir eine holen. Und du darfst maximal 90 Tage lang Gäste aufnehmen. Gastgeber sollen künftig auch eine Registriernummer bekommen und bei künftigen Anfragen angeben. Diese Pflicht gilt allerdings erst ab dem 1. August 2018. Eine Genehmigung kostet in Berlin übrigens 225 Euro. Hast du sie nicht und wirst erwischt, riskierst du ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. (Welt, hinter Bezahlschranke)
  • In München brauchst du nur die Zustimmung des Vermieters, wenn du in einer größeren Wohnung nur ein Zimmer anbietest. Eine komplette Wohnung darfst du maximal acht Wochen lang vermieten. 
  • In Hamburg und Köln kannst du so lange Leute in deine Bude lassen, wie du willst – vorausgesetzt, die Fläche ist kleiner als die halbe Wohnung. Die gesamte Fläche darfst du höchstens für sechs Monate im Jahr anbieten.
  • In Frankfurt musst du auf jeden Fall eine Genehmigung bei der Bauaufsicht beantragen. Eine ganze Wohnung darfst du nur sechs Wochen pro Jahr vermieten. Einzelne Zimmer kannst du ständig vermieten. Hältst du dich nicht an die Regeln, drohen dir bis zu 25.000 Euro Bußgeld.

Ist dir alles zu kompliziert? Dann kannst du nur riskieren, erwischt zu werden – oder du lässt das Vermieten einfach sein und holst dir eine Mitbewohnerin. 


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