Bild: dpa / Maxim Shipenkov

Dass Fake News reale Konsequenzen haben können, ist zumindest seit der Schießerei in einer amerikanischen Pizzeria die traurige Erkenntnis. Ein Mann hatte Anfang Dezember den Falschmeldungen um Hillary Clintons Verstrickung in einen Kinderpornoring Glauben geschenkt und die mutmaßliche Zentrale der Organisation angegriffen, eine völlig unschuldige Pizzeria. (SPIEGEL ONLINE)

Dass aber auch Politiker nicht vor den Verlockungen der Lügen und Verschwörungen gefeit sind, zeigt der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif. In einem Tweet droht er dem Land Israel mit dem atomaren Arsenal seines Landes. Dabei war er auf einen Fake der Seite "awdnews" hereingefallen. (New York Times)

In der Falschmeldung heißt es, Israel drohe dem Land Pakistan mit der nuklearen Vernichtung, sofern es sich mit Bodentruppen am Kampf gegen Daesh (das ist die arabische Bezeichung für den "Islamischen Staat") in Syrien beteiligen sollte. Nicht nur die Meldung selbst ist dabei eine Erfindung, auch der Name des im Text genannten, israelischen Verteidigungsministers ist falsch. Statt des aktuellen Ministers Avigdor Lieberman steht dort nämlich der seines Vorgängers Moshe Yaalon.

Der Fehler ist dann auch den Israelis aufgefallen, die zur Aufklärung beitrugen:

Der Originaltweet mit der Drohung des Ministers und der Fake sind trotzdem noch online. Eine Reaktion oder Entschuldigung des Politikers, dem immerhin knapp 350.000 Menschen bei Twitter folgen, blieb bisher aus.


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