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Achte einfach nur auf ein paar Dinge.

Ich habe zwei Fahrräder. Eines ist dunkelblau. Es hat einen Schaumstoff-Lenker, der bei Regen anfängt, unangenehm zu riechen. Das Fahrrad hat fünf Gänge und eine Bremse, die nicht so richtig funktioniert. Bevor es mir gehört hat, gehörte es einer alten Dame. Und wenn man ehrlich ist, sieht man ihm das ein bisschen an.

Das andere Fahrrad ist rot, weiß und schwarz. Es hat einen Carbon-Rahmen, 22 Gänge und hydraulische Scheibenbremsen. Auf diesem Fahrrad gleitet man auf dem Asphalt wie mit Schlittschuhen auf Eis.

Mit dem ersten Fahrrad bin ich fast täglich unterwegs. Das zweite steht die meiste Zeit des Jahres unbenutzt in meinem Zimmer

Weil ich ständig Angst habe, dass es geklaut wird.

Eigentlich ist das völlig bescheuert. Denn ja – Fahrräder sind beliebtes Diebesgut, etwa 300.000 werden jährlich gestohlen, in nur neun Prozent der Fälle findet die Polizei die Täter. (Versicherungsbote)

Aber ein Fahrrad ist kein Sammlerobjekt, sondern ein Gebrauchsgegenstand. Einer, bei dem der Preis durchaus eine Rolle spielt – denn ein Fahrrad, das gut fährt, ist in den meisten Fällen ein Fahrrad, das eher teuer ist.

Trotzdem entscheiden sich viele Radfahrer vor allem in Großstädten dafür, so wie ich, lieber mit einer Schrottmühle unterwegs zu sein. Die Überlegung: Ja, es quietscht, und im Falle eines Verkehrsunfalls könnte ich vielleicht nicht rechtzeitig bremsen – aber immerhin kann ich es draußen stehen lassen, ohne mir ständig Sorgen zu machen.

Diesen Sommer habe ich mich entschieden, diese schiefe Bequemlichkeits-Vernunfts-Abwägung endlich einmal geradezurücken. Und mein gutes Fahrrad endlich auf den Großstadt-Asphalt loszulassen.

Mit diesen 4 Maßnahmen kann ich dabei ein gutes Gefühl haben:

1.

Das richtige Schloss

Klar: Je besser das Schloss, desto sicherer das Fahrrad. Experten sagen dazu seit Jahren dasselbe: Am besten sei ein Bügelschloss. Aber auch moderne Panzerkabel oder Kettenschlösser leisten inzwischen gute Arbeit. Völlig vergessen kann man hingegen billige Spiralschlösser – die schützen dich allerhöchstens vor betrunkenen Gelegenheitsdieben, die eine Mitfahrgelegenheit nach Hause suchen. (Eine ausführliche Schloss-Übersicht gibt es beim Radfahr-Verband ADFC)

Tatsächlich ist ein gutes Schloss auch gar nicht so teuer, wie man denkt. Dieses von Stiftung Warentest mit Note 1,9 bewertete Bügelschloss von Decathlon kostet beispielsweise nur 30 Euro. 

2.

Das richtige Abschließen

Ein gutes Schloss ist die eine Sache – man muss es aber auch richtig nutzen. Der ADFC hat dazu einen Masterplan – und der stützt sich vor allem auf diese Punkte: (Westfälische Nachrichten)

  • Zwei Schlösser auf einmal verwenden: Fahrraddiebe sind oft auf einen Schlosstyp spezialisiert – und haben dann beispielsweise kein Werkzeug dabei, um sowohl ein Bügel- als auch ein Kettenschloss aufzuknacken. 
  • Ein Schloss sollte am besten den Rahmen und ein Rad sichern: Benutzt man zwei, kann man auch noch das andere Rad sichern.
  • Das Fahrrad möglichst weit oben festmachen: So können Diebe ihr Werkzeug nicht auf dem Boden abstützen, das erschwert ihnen die Arbeit.
  • Das Rad sollte an etwas angeschlossen werden. Am besten eignen sich stabile Gegenstände wie Laternenpfähle, Gitter oder Fahrradständer – hoch genug, dass das Rad dort nicht einfach hinüber gehoben werden kann.
  • Je mehr der Ort in der Öffentlichkeit ist, desto besser. In einer dunklen Gasse ist das Diebstahlrisiko größer als in der belebten Fußgängerzone.
So bitte nicht.(Bild: dpa)

3.

Das Fahrrad codieren lassen

In Deutschland gibt es ein bundesweites Kennzeichnungs-System für Fahrräder (und andere Wertgegenstände): einen personenbezogenen Code, anhand dessen ein Rad eindeutig seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Das soll Diebe abschrecken, weil gestohlene Räder so leichter zu identifizieren sind und sich ihr Marktwert mindert. (ADFC)

Manche Händler gravieren Fahrräder beim Verkauf kostenlos, andere bieten den Service nachträglich an. Auch bei der Polizei gibt es mancherorts Codierungs-Aktionen. Die Kosten dafür betragen etwa 15 bis 25 Euro. Mitbringen müssen Fahrradbesitzer einen Personalausweis und einen Eigentumsnachweis für das Rad.

4.

Versicherungsschutz checken

Wenn alles schief geht und das Rad unauffindbar verschwunden ist, kann eine Versicherung zumindest den finanziellen Schaden begleichen. Dabei gibt es verschiedene Varianten: (Finanztip)

  • Hausratversicherung ohne Fahrradklausel: Ein Fahrrad gilt als Teil des Hausrats. Wer den versichert hat, hat auch das Zweirad versichert, gegen Wetterschäden oder eben auch Diebstahl. Allerdings greift der Schutz nur dann, wenn das Fahrrad sich tatsächlich im Haushalt befand – das heißt, in der Wohnung oder im abgeschlossenen Keller war, in die eingebrochen wurde. Ist das der Fall, bekommt man meistens den Neuwert des Rads erstattet.
  • Hausratversicherung mit Fahrradklausel: Sorgt man sich auch außerhalb der Wohnung um sein Fahrrad, kann man die Versicherung gegen einen Aufpreis erweitern. Dann gilt der Schutz auch im Innenhof oder vor der Tür.
  • Fahrradversicherung: Wem das nicht genügt, kann auch eine gesonderte Fahrradversicherung abschließen. Eine Kasko-Versicherung deckt dann auch beispielsweise Unfallschäden oder Vandalismus ab. Sie kommt aber nur für bestimmte Fahrräder in Frage – das sind meistens teure Modelle ab etwa 1000 Euro, die nicht älter als drei Jahre alt sind. 

Haha

Ein Mann wäscht sein Auto in Münchener Freibad

Sein Auto in die Waschanlage bringen? Kann ja jeder. Ein Autofahrer in München-Schwabing hat die Reinigung seines PKW am Sonntagabend auf das nächste Level gebracht. (Süddeutsche Zeitung)

Denn statt mit Bürste und Spülmittel zu Hause dem Schmutz auf seinem Auto zu Leibe zu rücken, fuhr der Mann am Abend in das Ungererbad, ein Freibad, und reinigte sein Auto dort.