Bild: dpa/ Franziska Gabbert

Facebook will verhindern, dass erfundene Nachrichten ungefiltert in deinem Newsfeed auftauchen. Dazu hat das Soziale Netzwerk am Donnerstag einige Maßnahmen angekündigt (Facebook):

  • Für Nutzer soll es einfacher werden, sogenannte Fake News zu melden: Bislang testet das Unternehmen noch, wie das genau aussehen kann.
  • Das Unternehmen wird mit externen Spezialisten zusammenarbeiten, deren Spezialgebiet der Faktencheck ist: Wenn gefälschte Nachrichten gemeldet werden, sollen die Experten überprüfen, ob das stimmt. Anschließend werden die Posts mit dem Satz "wird von unabhängigen Factcheckern bestritten" gekennzeichnet.
  • Auch Algorithmen sollen angepasst werden: Wenn ein Beitrag von Nutzern nicht geteilt wird, nachdem sie ihn gelesen haben, könne das ein Warnsignal sein. Algorithmen entscheidet darüber, welche Artikel in deiner Timeline angezeigt werden.
  • Verdächtige Nachrichten sollen in Zukunft mit einem Warnstempel versehen werden, falls User sie teilen wollen.
  • Facebook will die Einnahmequellen für Autoren gefälschter Nachrichten eindämmen: Im US-Wahlkampf sollen einige viel Geld damit verdient haben, indem sie aufsehenerregende Nachrichten erfunden haben – je mehr Aufmerksamkeit, desto höher die Werbeeinnahmen. Facebook werde sich die Plattformen genauer ansehen und möglicherweise eingreifen.
(Bild: Facebook)
Was sind Fake-News genau? Hier haben wir es dir genau erklärt:

Wieso werden Fake News gerade jetzt bekämpft?

Im US-Wahlkampf haben sich Falschmeldungen im großen Stil verbreitet, die vor allem Hillary Clinton schadeten. Darunter sind Fakes wie "Der Papst befürwortet Trump", "Hillary Clinton kaufte für 137 Millionen Dollar illegale Waffen" oder "Hillary Clinton ruft einen Bürgerkrieg aus, wenn Trump gewählt wird".

Kritiker warfen Facebook vor, nicht genug gegen Fake News getan und somit das Wahlergebnis beeinflusst zu haben. Auch in Deutschland befürchten Politiker, dass die anstehende Bundestagswahl so manipuliert werden könnte.


Trip

Wie gut kennst du dich in Europas Drogenszene aus?

Wo werden in Europa am meisten Drogen konsumiert? Das zeigt ein Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht.

Die Experten untersuchen jedes Jahr die Abwässer von mehr als 50 Städten in 18 Ländern auf Spuren von Kokain, Amphetamin (u.a. Wirkstoff von Speed), MDMA (Wirkstoff von Ecstasy) und Methamphetamine (Wirkstoff von Crystal Meth). So können die Forscher das Ausmaß des Drogenkonsum in der jeweiligen Stadt schätzen. (EMCDDA)