Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass der Ticketanbieter Eventim für selbstausgedruckte Karten keine Servicegebühr verlangen darf. Bisher zahlten Kunden eine Pauschale von 2,50 Euro.

Mit dem Urteil reagiert das BGH auf eine Klage der Verbraucherzentrale NRW. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Oberlandesgericht (OLG) Bremen die Servicegebühr für unzulässig erklärt. Eventim legte Revision ein – die der BGH mit seinem aktuellen Urteil zurückwies. 

"Bei explodierenden Preisen werden Tickets für beliebte Künstler leider immer mehr zum Luxusgut. Das Urteil schiebt der Unsitte einiger Anbieter einen Riegel vor, Verbrauchern mit Extra-Gebühren zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen", sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. (Westfälische Zeitung)

Wie geht es weiter?

Gegenüber Reuters gab ein CTS Eventim-Sprecher bekannt, man werde vorerst auf die Gebühr verzichten. Möglicherweise könne sie aber auch in verringerte Höhe beibehalten werden. 

Die Verbraucherzentrale NRW fordert das Unternehmen indes auf, Kunden die Servicegebühr zu erstatten und hat ein entsprechendes Formular bereitgestellt. Kunden können damit ihre bereits bezahlten Gebühren einfordern. Sollte Eventim dieser Forderung nicht nachkommen, behält die Organisation sich vor, erneut zu klagen. (Verbraucherzentrale NRW)


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Pöbelnder Pegida-Demonstrant arbeitet beim LKA im Dezernat Wirtschaftskriminalität
Zwei Fragen, zwei Antworten

Der Pegida-Demonstrant, der vor einer Woche ein Kamerateam des ZDF bepöbelte, arbeitet nach Medienberichten im Dezernat Wirtschaftskriminalität des sächsischen Landeskriminalamts (LKA). Nach Angaben der "Welt" schreibt er Gutachten und Prüfberichte und tritt für das LKA in Gerichtsprozessen auf.