Am Montag hat der geplante Flüchtlingsaustausch zwischen der EU und der Türkei begonnen: Am Morgen wurden rund 200 Menschen von den griechischen Inseln Lesbos und Chios mit Booten zurück in die Türkei gebracht. Es sollen vor allem Migranten gewesen sein, die keinen Asylantrag gestellt haben. (Deutschlandfunk)

Im Gegenzug kamen die ersten syrischen Flüchtlinge aus der Türkei in Deutschland an: Je 16 Menschen landeten am Morgen und am Mittag auf dem Flughafen in Hannover, sie wurden anschließend mit Bussen ins Erstaufnahmelager Friedland bei Göttingen gebracht. (Deutschlandfunk)

Damit wird das Mitte März verabschiedete EU-Türkei-Abkommen jetzt umgesetzt (bento). Ein wesentliches Ziel des Abkommens ist, Flüchtlinge davon abzuhalten, illegal nach Europa zu kommen. Das hat zumindest am ersten Tag nicht funktioniert: Innerhalb von 24 Stunden sind 339 neue Asylsuchende von der Türkei aus nach Griechenland übergesetzt, das teilte der griechische Stab für die Flüchtlingskrise mit. (SPIEGEL ONLINE)

Es zeigt sich also: Durch die Abschiebungen lässt sich die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland nicht auf Anhieb reduzieren. Vielmehr handelt es sich um einen symbolischen Akt – auch gerichtet an die Flüchtlinge in der Türkei, die diese Bilder abschrecken sollen. (SPIEGEL ONLINE)

Schon in den vergangenen Wochen hatte es Kritik an dem Abkommen gegeben. Heute protestierten auf der griechischen Insel Chios Bewohner gegen die Abschiebungen, es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. (Deutschlandfunk)

Unser Überblick zum EU-Türkei-Abkommen


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Mittelgeräumiges WG-Zimmer? Alleine wohnen im Neubau? Jetzt oder später zusammenziehen? Wer seine Zwanziger nicht in elterlicher Abhängigkeit verbringen möchte, wird sich zwangsläufig mit einer dieser drei Optionen anfreunden müssen. Während es für den einen okay ist, die Zucchininudeln eines Quasi-Fremden regelmäßig aus dem Abflussgitter zu fischen, möchte sich der andere lieber erschießen, als mit fünf anderen morgens das Klo zu teilen.