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Die CDU-Abgeordnete Erika Steinbach nutzt den Tod von Helmut Schmidt für dumpfe Stimmungsmache. Auf Twitter veröffentlichte sie ein Foto mit einem Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers, der sich 1981 offenbar gegen mehr Zuwanderung ausgesprochen hatte.

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Das ist widerlich. Auf mehreren Ebenen.

Aber es ist leider auch nicht weiter verwunderlich. Erika Steinbach macht so etwas ständig. Sie scheint daran Spaß zu haben, auf Twitter mit Sprüchen um sich zu werfen, die nicht nur politische Gegner fassungslos zurücklassen. Bei ihr hat das Methode.

"Die Nazis waren eine linke Partei", twitterte sie vor drei Jahren über Hitlers NSDAP. Eine historische Ungeheuerlichkeit, Relativismus, wie ihn sonst nur Rechtsextreme aufbringen. Der Historiker Heinrich August Winkler bezeichnet die NSDAP als "das organisierte und extremste Nein zu allem, wofür linke Parteien standen. Rechter kann man gar nicht stehen." (SPIEGEL ONLINE)

Doch wer reagiert, wird von Erika Steinbach nur verspottet.

Man könnte immer so weiter machen, sich Tweet für Tweet an Erika Steinbach abarbeiten. An ihren Sprüchen gegen Flüchtlinge. An ihrer "Islamkritik". Genau das bezweckt die ehemalige Chefin des Vertriebenenverbands. Sie hat Spaß an der Provokation. Sie erfreut sich an dem Schaden, den sie anrichtet.

Erika Steinbach ist ein Internet-Troll. Die füttert man nicht, die ignoriert man.

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