Bild: EPA/Massimo Percossi
"Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr."

Das Zentrum Italiens ist am frühen Mittwochmorgen von einem Erdbeben erschüttert worden. Nach offiziellen Angaben gab es mindestens 247 Tote. Besonders hart getroffen ist die Gemeinde Amatrice – Ausläufer des Bebens waren auch in Rom zu spüren. (tagesschau.de)

Nach Angaben des US-Erdbebeninstituts USGS hatte das Erdbeben eine Stärke von 6,2 und ereignete sich in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern.

In der Fotostrecke – Das Erdbeben in Italien
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Wo genau ereignete sich das Beben?

Das Epizentrum lag laut USGS südöstlich der Stadt Norcia in Umbrien im Herzen Italiens. Besonders stark betroffen ist der nahe gelegene Ort Amatrice. Das Beben war allerdings auch rund 170 Kilometer weiter in der Hauptstadt Rom deutlich zu spüren. Dort bebten einige Häuser für etwa 20 Sekunden, wie die Zeitung "La Repubblica" berichtete.

(Bild: Mapbox)
Was ist über mögliche Opfer bekannt?

Bis zum Donnerstagmorgen mussten die Hilfskräfte 247 Leichen bergen (SPIEGEL ONLINE I). Zudem wurden in mehreren Orten schwere Schäden gemeldet, darunter Accumoli, Amatrice und Pescara del Tronto. Die Lage sei schlimmer als erwartet, sagte der Bürgermeister von Accumoli.

"Die Hälfte des Ortes gibt es nicht mehr."
Was bedeutet Stärke 6,2?

Das ist ein Wert auf der sogenannten Richter-Skala, die die Stärke von Erdbeben einstuft. Bei Werten unter 5,5 werden Beben für gewöhnlich kaum gespürt, ab 6,1 sind jedoch schon schwere Schäden in Wohngebieten möglich. Von diesen Beben gibt es nur etwa 100 im Jahr – sie sind also sehr selten. (Hier findest du einen Richter-Skala der Michigan Technological University)

Das letzte schwere Erdbeben in Italien ereignete sich 2009 in den Abruzzen. Das Beben hatte eine Stärke von 5,9. (SPIEGEL ONLINE II). Damals kamen 308 Menschen ums Leben – weil viele dicht besiedelte Gebiete zerstört wurden. Dieses Mal ereignete sich das Beben vor allem in einer Bergregion ereignete, in der mehrere Nationalparks liegen.

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