Bild: Twitter

Für die Menschen in Mexiko war der September bislang alles andere als einfach. Anfang des Monats kamen bei einem Erdbebeben in Oaxaca mehr als 120 Menschen ums Leben, Anfang dieser Woche erschütterten dann schwere Erdstöße die Hauptstadt Mexiko-Stadt. Erneut wurden Hunderte Menschen getötet. 

In dieser schweren Zeit wurde Frida, eine der vielen selbstlosen Retterinnen, zu einem Symbol der Hoffnung für viele Mexikaner. Das Besondere: Frida ist eine Hündin.

Die sechs Jahre alte Labrador-Hündin soll allein nach den Erdbeben in diesem Monat mindestens ein Dutzend Menschenleben gerettet haben (debate). Dank ihres feinen Geruchssinns erkennt sie immer wieder Überlebende, wo menschliche Retter die Hoffnung bereits aufgegeben haben. Kurz nach dem jüngsten Beben verbreiteten sich die Bilder von Frida in ganz Mexiko, inzwischen zeigen Fernsehsender sie bei ihrer täglichen Arbeit. Frida ist nicht der einzige Hund, der in Mexiko bei der Suche nach Vermissten hilft – aber der erfolgreichste und berühmteste. 

Ausgebildet und auf ihre schwierige Aufgabe vorbereitet wurde Frida von der mexikanischen Marine. Die Einsatzkräfte setzen nach den in Mexiko regelmäßig auftretenden Beben immer wieder auf Hunde und ihre Instinkte. Zu ihrem Schutz tragen die Tiere dabei speziell angepasste Schutzbrillen und kleine Schuhe, um die sensiblen Pfoten zu schützen.

Selbst das Büro von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto bedankte sich bereits für den Einsatz von Frida und wies darauf hin, dass es nicht ihr erster Einsatz war. Auch bei Naturkatastrophen in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern wie Guatemala oder Haiti war sie bereits zur Stelle. Insgesamt soll sie demnach 53 Menschen gerettet haben – dabei sind die aktuellen Rettungen noch gar nicht vollständig erfasst.

Experten schätzen, dass Frida noch mindestens zwei bis drei Jahre helfen kann. Labradore wie Frida werden meist 10 bis 14 Jahre alt. So lange arbeiten muss Frida aber wohl kaum. Meist werden Rettungshunde außer Dienst gestellt, wenn ihr Geruchssinn im Alter langsam nachlässt. Bis dahin macht Frida aber wohl noch, was sie ohnehin am besten kann: Leben retten und Hoffnung schenken.

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