Bild: Soeren Stache/dpa
Im Gegensatz zu Mesut Özil und Ilkay Gündogan.

Die beiden Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben sich in London mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen und sich gemeinsam fotografieren lassen. Und werden nun dafür kritisiert. (bento

Doch es doch noch einen dritten Nationalspieler mit türkischen Wurzeln, der derzeit in England spielt. 

Emre Can. Und er hat die Einladung Erdogans abgelehnt.

Wie die "Welt" berichtet, liegen der Redaktion Informationen vor, dass auch Emre Can zum PR-Treffen eingeladen war. Anders als Özil und Gündogan nahm er nicht teil. Und wird nun dafür gefeiert:

Was macht das Treffen zwischen den Fußballern und Erdogan heikel?

  • Zum einen stehen in einem Monat die Präsidentschaftswahlen in der Türkei an – Özil und Gündogan haben sich damit für den Wahlkampf instrumentalisieren lassen. 
  • Zum anderen werden immer mehr Stimmen lauter, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan als Spieler der deutschen Nationalmannschaft, die für viele Kinder und Jugendliche als Vorbild gelten, damit ein politisches Statement abgeben würden. Zumal Gündogan Recep Tayyip Erdogan ein Manchester-Trikot überreicht hat, auf dem "Mit großem Respekt für meinen Präsidenten" steht. 

Gerade den Punkt, damit ein politisches Statement abgegeben zu haben, hat Ilkay Gündogan zuletzt vehement bestritten: 

"Fußball ist unser Leben, nicht die Politik." 

Der Besuch bei Erdogan sei nur höflich gewesen, immerhin handelt es sich um den Präsidenten des Heimatlandes ihrer Familien. (bento

Dennoch wurden Mesut Özil und Ilkay Gündogan heute beide in den vorläufigen deutschen Kader der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 berufen. Emre Can hingegen wurde nicht nominiert.


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