Bild: dpa/Pixabay; Montage: bento
Es gibt jetzt erstmals eine Regelung, ob der Emoji vor oder hinter den Punkt gehört.

Es gibt keine WhatsApp-Nachricht mehr, die ohne Emojis auskommt. Dabei sind die Handynutzer gespalten. Es gibt die, die es dezent mögen; ein simpler gelber Lach-Smiley am Ende genügt, der mit Kussmund ist schon die wahre Gefühlsexplosion. Und dann sind da noch die, für deren Nachrichten man ein Codebuch benötigt. 

So oder so: Bislang haben wir alle einfach immer wild drauflos emojiet. Rausballern – ohne Regel. Absolute Emoji-Anarchie. 

Doch jetzt kommt eine Ansage von höchster Instanz: dem Duden. Ab sofort soll eines feststehen: Der Emoji gehört hinter den Punkt. 

Wie? Was? Bislang nie beachtet? Jetzt steht es schwarz auf weiß im Regelwerk.

Denn wie sollte es anders sein: Im bürokratischen Deutschland braucht es anscheinend für alles eine Regelung, es herrscht Sehnsucht danach. 

Auf Twitter fragte, bezüglich der Emojis, nun jemand danach:

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten:

Wir haben bei Duden nachgefragt. Ist das ernst gemeint?

Tatsächlich: "Wir haben die Regel ganz neu aufgenommen – und zwar in unser Handbuch 'Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen', von dem im April die neue Auflage erschienen ist. Bislang war darin nie die Rede von Emojis", sagt Duden-Redakteurin Melanie Kunkel

Und so sieht das aus:

(Bild: Duden)

Aber ist so eine Regel ernsthaft nötig? 

Kunkel meint schon, denn wie man Emojis benutzt, sei eine Frage, die sich beim täglichen Schreiben stellt. Und die Idee komme nicht vom Duden selbst: 

"Die Frage haben wir schon häufiger in Kundenzuschriften gestellt bekommen – und sie wird ja auch im Netz diskutiert. Es gibt also Regelungsbedarf."

Bislang war die Positionierung von Emojis im Duden kein Thema. Es handelt sich lediglich um eine Empfehlung.

Aber wieso gehört der Emoji jetzt hinter den Punkt?

"Wir haben uns dabei an der Positionierung von Fußnoten orientiert, also den hochgestellten Ziffern. Da ist es ja auch so, dass man sie hinter das Satzzeichen schreibt, wenn sie sich auf den gesamten Satz beziehen", sagt Kunkel. Weitere Regeln gibt es übrigens bislang nicht: "Manchmal werden komplette Wörter durch Emojis ersetzt, aber da treten sie dann ja nicht in Konkurrenz zu Satzzeichen. Trotzdem: Wir verfolgen die Verwendung von Emojis im Schreibgebrauch in jedem Fall weiter."

Werden die Emojis nicht eh in Zukunft die Wörter verdrängen?

Kunkel ist unbesorgt: "Emojis können oft lange Sätze ersetzen – denkt man nur an das Emoji, das Überraschung ausdrückt. Aber mit Emojis kann man nicht alles sagen, sie sind in ihrem Ausdrucksgehalt schon eingeschränkt." Trotzdem gilt: Manchmal sagt ein Emoji eben mehr als 1000 Worte. 

Auf Twitter formierte sich übrigens bereits Widerstand. So einfach will man sich mit der Regel nicht zufrieden geben:

Und ein ganz neuer Vorschlag:

Kunkel meint dazu übrigens: Je formeller das Gespräch, desto weniger Emojis. Emojis trügen eher zur Verdeutlichung des Gesagten bei und werden vor allem in informeller Sprache verwendet. "In geschäftlichen E-Mails sollte man sich gut überlegen, ob man sie einsetzt und, wenn ja, wie häufig."

Doch wie die ersten Twitter-Reaktionen zeigen: Im Emoji-Zeitalter werden Regeln nicht so ernst genommen. Da kann auch der Duden nichts dran ändern. Sowieso richten sich die Rechtschreibhüter oft nach unserem Gebrauch – und nicht andersrum. Oder warum würden "Selfie", "Undercut" oder "Späti" sonst jetzt im Duden stehen? (Süddeutsche)

Auch wir halten es an dieser Stelle erst einmal informell😉


Haha

Trump und Macron pflanzen einen Baum – und das Meme dazu ist ziemlich witzig
"RIP Chico"

Gastgeschenke unter wichtigen Menschen sind oft etwas merkwürdig. Im besten Fall sind sie einfach nur ausgefallen, im schlimmsten entstehen durch sie unangenehme Momente – wie als der damalige Bundespräsident Joachim Gauck der Queen ein Gemälde von einem blauen Pferd schenkte (SPIEGEL ONLINE). 

Nun war Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu Besuch bei US-Präsident Donald Trump. Und er liegt mit seinem Geschenk an Trump noch im soliden Mittelfeld: Er entschied sich für einen Baum. Nicht irgendein Baum natürlich, sondern eine Eiche aus einem französischen Wald, in dem während des Ersten Weltkrieges Tausende US-Soldaten den Tod fanden.