Bild: dpa/Sophia Kembowski

Jeder sollte den Menschen heiraten, den er liebt. Ganz egal, ob ein Mann eine Frau heiratet oder eine Frau eine Frau. 

Wer sich mit diesem Gedanken noch immer nicht anfreunden kann, ist die CDU. In einem Interview mit der Rheinischen Post antwortet der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf die Frage, was er davon halte, dass die SPD die "Ehe für alle" umsetzen wolle:  "Ich frage mich schon, ob dieser Begriff, der seit biblischen Zeiten als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau angelegt war, unbedingt auch auf andere Formen der Partnerschaft angewandt werden soll."

Äh, wie bitte? Die Bibel? Außerdem seien die Rechte ja ohnehin, laut Schäuble, schon angepasst: "Wir haben ja eine rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe."

Das stimmt nicht. Ein wichtiger Unterschied: Menschen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, dürfen in Deutschland kein fremdes Kind adoptieren. Es ist lediglich erlaubt, dass ein Partner ein bereits existierendes Kind des anderen Partners adoptieren darf (das Ganze nennt sich dann Stiefkind-Adoption). Schäuble wolle sich dazu kein "pauschales Urteil" erlauben, wie er in dem Interview sagt.

Eigentlich keine neue Aussage der CDU: Angela Merkel spricht sich seit Jahren gegen die "Ehe für alle" aus. Zu diesem Zeitpunkt reagiert die CDU damit vor allem auf die Wahlkampfansagen der SPD. Erst vor kurzem gab die SPD bekannt, die "Ehe für alle" und damit auch das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben einführen zu wollen. (bento)

Wo wir gerade schon beim Thema sind: Bist du vielleicht lesbisch? Hier kannst du den Test machen! (Keine Sorge – der Test ist nicht ganz so ernst gemeint!)

Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grünen) äußerte sich dazu am Samstag in einer Pressemitteilung: "Die Tradition und dass etwas seit biblischen oder koranischen Zeiten so ist, ist keine Rechtfertigung für die Fortsetzung einer Diskriminierung. (...) Wir leben nach der Aufklärung, in einem demokratischen Rechtsstaat und im 21. Jahrhundert." (queer.de)


Future

So sieht Bob Ross auf richtig harten Drogen aus

Vermutlich sind viele Menschen, die Bob Ross beim Malen zusehen, auf Drogen. Und selbst wenn nicht: Spätestens nach dem "Hi, welcome back" und einigen Minuten des Einlull-Malkurs fühlt man sich, als hätte man etwas eingeschmissen.

Doch nun gibt es ein Video, das die Ross-Experience auf eine bisher nie erlebte Drogen-Dimension bringt.