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Drei Fakten zum "Edersee-Atlantis"

Der Edersee in Nordhessen leert sich wegen der anhaltenden Trockenheit sehr schnell. Weil der Stausee nur noch rund ein Viertel seines normalen Inhalts führt, wird sichtbar, was eigentlich unter der Wasseroberfläche liegt.

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Das Edersee-Atlantis ist wieder aufgetaucht

Die alte Aseler Brücke lässt sich derzeit komplett überqueren(Bild: Swen Pförtner/dpa)

Durch den niedrigen Wasserstand ist es nun wieder möglich, die Ruinen von verlassenen Dörfern zu besuchen (SPIEGEL ONLINE). Am Grund des Sees waren ursprünglich die drei Orte Asel, Berich und Bringhausen angesiedelt. Als der Staudamm 1908 gebaut wurde, wurden die drei Orte verlegt und an einem höheren Punkt wieder aufgebaut. Dabei wurden zahlreiche Häuser abgetragen oder einfach zurückgelassen. Die Überreste kann man derzeit besichtigen:

Die alte Aseler Brücke ist komplett und trockenen Fußes begehbar. Zu sehen sind ebenso die Ruinen des Ortes Berich. Hier können sich Hobby-Archäologen richtig austoben.

Einige Überreste des Ortes Berich sind durch die Trockenheit sichtbar geworden.(Bild: Swen Pförtner/dpa)

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Anwohner machen sich Sorgen um den Wasserstand

Die Anwohner des Edersees machen sich allerdings zunehmend Sorgen um den niedrigen Wasserstand. Der Edersee ist besonders für Touristen interessant, um dort Wassersport zu treiben. Gastronomen und Touristik-Verbände fürchten nun, dass dies bald nicht mehr möglich ist. Denn derzeit werden pro Sekunde etwa 25.000 Liter Wasser aus dem Stausee gelassen, um den Pegel der Weser für die Schifffahrt zu sichern. 

Die Anwohner machen sich zunehmend Sorgen um den niedrigen Wasserpegel.(Bild: Swen Pförtner/dpa)

Das Ablassen des Wassers und die langanhaltende Hitze haben den Pegel nun in kürzester Zeit sinken lassen.

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Im Mai war der Stausee noch voll, nun ist noch etwa ein Viertel des Wassers vorhanden.

Am Wochenende musste eine Segelregatta abgesagt werden, da der See zu wenig Wasser führte, sagte ein Sprecher des Regionalverbands Eder-Diemel. Zwar ist die große Hitzewelle nun erst einmal vorbei, da es nur wenig regnen soll, erwarten Experten allerdings nicht, dass der Pegel des Edersees in nächster Zeit deutlich steigen wird.

Mit Material von dpa.


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