Bild: dpa/Andrew Harnik
2 Antworten zur neuesten Ausrede

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen viel Kritik wegen seines Auftritts mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Helsinki einstecken müssen: Er hatte die Einmischung Russlands beim Präsidentschaftswahlkampf der USA 2016 zurückgewiesen, obwohl das US-Justizministerium genau das am vergangenen Freitag erst bestätigt hatte. (bento)

Jetzt behauptet Trump, er habe Putin und seine Regierung eigentlich sehr wohl kritisieren wollen – er habe nur falsch von seinem Skript abgelesen. Das verkündete er bei einem Treffen mit den Kongressabgeordneten im Weißen Haus. Nach der scharfen Kritik, die auch aus den eigenen Reihen kam, hatte er sich wohl zu einer Stellungnahme gezwungen gesehen. (SPIEGEL ONLINE)

Was hat Donald Trump genau gesagt?

Auf die Frage der Journalistinnen und Journalisten in Helsinki, ob Russland sich seiner Meinung nach in die Präsidentschaftswahl eingemischt habe, habe er nur ein einziges Wort vergessen, das allerdings den großen Unterschied machte:

  • Was er geantwortet hat: "Ich sehe keinen Grund, warum es Russland gewesen sein sollte."
  • Was er angeblich sagen wollte: "Ich sehe keinen Grund, warum es nicht Russland gewesen sein sollte"
Ich akzeptiere die Schlussfolgerung unserer Geheimdienste, dass eine Einmischung Russlands bei der Wahl 2016 stattgefunden hat.
Donald Trump

In einem Interview mit dem Nachrichtensender Fox-News reagierte er außerdem auf den Vorwurf, dass er zu viele Sympathien für Russland hege. "Ich bin nicht pro-russisch, ich bin für niemanden", erklärte Trump. Es gehe ihm nur darum, dass die USA sicher seien. "America first" eben.

Wie geht es jetzt weiter?

Ob er mit diesem Einlenken seine Kritikerinnen und Kritiker wirklich besänftigen kann, ist fraglich. Viele kaufen ihm seine Erklärung nicht ab. Der Demokrat Chuck Schumer beispielsweise kommentierte die Stellungnahme so: "Der Präsident versucht doch nur, seine Bemerkungen irgendwie abzuschütteln. Dafür ist es aber zu spät."

Man fragt sich auch: Wenn es sich um einen Versprecher handeln sollte, warum hat Trump dann nicht gleich eine Stellungnahme herausgegeben und den Fehler erklärt? 

Tatsächlich wurde Trump ja auch nicht nur wegen dieses einen Satzes in der Pressekonferenz kritisiert. Allgemein schien er dem russischen Präsidenten mehr Glauben zu schenken, als seinen eigenen Geheimdiensten. 


Mit Material von dpa.


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