Sie haben es wirklich getan. Donald Trump wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten. In den 50 Bundesstaaten erhielt er so viele Wahlmänner, dass seine Konkurrentin Hillary Clinton keine Chance mehr hatte. Dabei sah es in den wichtigsten Umfragen vor der Wahl so aus, als könnte sie mit einem sicheren Sieg rechnen. Wie Trump doch noch gewinnen konnte, steht hier:

Schon vor der Wahl hatten im Internet viele Trump-Gegner gescherzt, sich im Notfall über einen Umzug ins benachbarte Kanada zu erkundigen. Noch vor dem offiziellen Wahlsieg geschah dann genau das – die Internetseite der kanadischen Einwanderungsbehörde krachte wegen Überlastung zusammen.

Was denken junge Amerikaner über den Wahlsieg von Donald Trump? Hier erzählen fünf von ihnen:
(Bild: privat)
Jazmin, 21, Krankenschwester aus Arizona
Als ich erfahren habe, dass Donald Trump gewonnen hat, habe ich vor Erleichterung angefangen zu heulen, weil es so überwältigend war. Ich bin gerade zutiefst gerührt. Er ist ein Patriot. Und er gibt meinen Land die Hoffnung, die wir für die Zukunft brauchen. Danke, lieber Gott!
(Bild: privat)
Si, 26, angehender Ergotherapeut aus Maryland
Ich hoffe und bete erst einmal. Dafür, dass Donald Trump seine Versprechen ernst meint und dass er die Vereinigten Staaten wirklich voranbringen kann. Ich wünsche mir, dass es meinen Kindern einmal besser geht und sie eine sichere Zukunft haben.
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Alexander, 23, Wirtschafts-Student aus Illinois
Das Ergebnis stellt mich vor ein großes Rätsel. Die amerikanischen Werte, an die ich glaube, wurden in einer Nacht in Stücke gerissen. Ich habe Angst um meine Freundinnen, um meine nicht-weißen Bekannten und jeden anderen in den USA, der nicht Trump unterstützt. Das war einfach ein großer Schritt zurück. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir weiter Schritte in die richtige Richtung machen, wenn es um Themen wie Hautfarbe, Herkunft oder sexuelle Identität geht.
Noch einmal im Rückblick: So lief der Wahlkampf zwischen Trump und Clinton.
Beide müssen sich zunächst innerhalb der Republikanischen und Demokratischen Partei gegen Mit-Kandidaten durchsetzen – der Vorwahlkampf beginnt. Und er ist schmutzig.
Früh wird klar, dass Trump ein Sexist ist. Im August 2015 beschimpft er die Journalistin Megyn Kelly, "Blut komme aus ihrem wasauchimmer":
Hillary Clinton bekommt im Frühjahr 2016 Ärger wegen ihrer E-Mail-Affäre: Sie soll als Außenministerin Staatsgeheimnisse über private Mail-Server verschickt haben. Das FBI ermittelt.
Spätestens ab August beginnt der Schmutz: "Dick Pics" von Anthony Weiner werden veröffentlicht. Er ist der Mann von Clintons persönlicher Assistentin Huma Abedin.
Auch ein Schwächeanfall von Clinton – ausgerechnet am Jahrestag von 9/11 – wird zum Thema.
Trump sagt daraufhin im ersten TV-Duell, Clinton fehle die Kraft für das Präsidentenamt.
Beim zweiten und dritten TV-Duell dreht sich daher auch viel um den Sexismus und Populismus von Trump. Clinton gilt nun als Favoritin.
Erst am Sonntagabend ruderte FBI-Chef James Comey zurück. Doch die zwei Wochen haben ausgereicht, um Trump in den Umfragen noch mal aufschließen zu lassen.
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Jade, 26, Hausfrau und Mutter aus Florida
Trump ist einfach ein unglaublicher Vollidiot. Er hat laut geschrien und die Massen unterhalten, aber ich glaube nicht, dass er wirklich einen Plan für die USA hat. Er hat einfach die Angst und Erschöpfung vieler Menschen ausgenutzt. Wegen ihm stehen wir jetzt wie ein Haufen Rassisten da.
(Bild: privat)
Queen, 30, Polizistin aus Washington D.C.
Es wird hart, das steht schon einmal fest. Aber wann war es schon leicht als schwarzer US-Bürger? Ich fürchte Trump deshalb nicht. Wir Schwarzen haben längst angefangen, uns selbst weiterzubilden und uns gegenseitig zu unterstützen. Meine Kinder werden eines Tages Wissenschaftler, wenn sie möchten. Das zählt wirklich und macht mich unglaublich stolz. Trump kann daran nichts mehr ändern. Trotzdem reise ich in keinen Bundesstaat mehr, in dem sie diesen Trottel gewählt haben.
Was ist in der Nacht passiert? Wie konnte Donald Trump die Wahl gewinnen? Alle Hintergründe findest du auf unserer Wahlseite.

Haha

Kannst du verzweifelte Fußballfans von verzweifelten Clinton-Wählern unterscheiden?

Die Wahlnacht ist gelaufen, das Ergebnis ist für so manchen nur schwer zu akzeptieren: Donald Trump soll der 45. Präsident der USA werden. Vor allem für die Unterstützer von Hillary Clinton war die Nacht hochemotional: Auf Fotos und Videos waren verzweifelte und bangende Gesichter zu sehen: Wird sie es noch schaffen? Und dann die Gewissheit: Die Demokratin, in den Prognosen vorne, muss eine bittere Niederlage einfahren.

Kannst du die Gesichter unterscheiden? Wer verzweifelt hier, Clinton-Wähler oder Fußballfans?