Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Zwei Reaktionen auf Trumps Aussagen

Eben noch haben sich US-Präsident Donald Trump und die iranische Führung gegenseitig gedroht, da macht Trump mal wieder eine Kehrtwende: Er zeigt sich plötzlich zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Ruhani bereit – sogar ganz "ohne Vorbedingungen". Das erinnert an Trumps Vorgehen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un.

Was hat Donald Trump gesagt?

Nach einer Begegnung mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte im Weißen Haus sagte der US-Präsident: "Ich würde mich sicherlich mit dem Iran treffen, wenn sie sich treffen wollten. Ich weiß nicht, ob sie schon bereit dazu sind." Er fügte hinzu: "Keine Vorbedingungen". Er sei "jederzeit" zu einem Gespräch bereit, wann immer die iranische Führung ein solches Treffen wolle.

Wenn ein "sinnvolles Atomabkommen" mit dem Iran getroffen werden könnte, dann wäre das "gut für sie, gut für uns, gut für die Welt", sagte Trump. Das bisherige Abkommen hatten die USA im Mai aufgekündigt (bento) – es sei nur "eine Verschwendung von Papier" gewesen. Durch den Ausstieg der USA drohen dem Iran jetzt wieder Sanktionen im Finanz- und Energiesektor. Im Zuge des Abkommens waren sie ausgesetzt worden.

Die jetzige Gesprächsbereitschaft von Trump kommt überraschend: Noch vor einer Woche hatte er die iranische Führung auf Twitter vor "Konsequenzen von der Art, wie sie Wenige zuvor in der Geschichte erleiden mussten" gewarnt. Natürlich in Großbuchstaben.

US-Außenminister Mike Pompeo hat aber doch noch ein paar Forderungen.

Nach Trumps Auftritt äußerte sich der US-Außenminister Pompeo zu Wort und stellte dann doch noch einige Bedingungen für ein mögliches Treffen mit dem Iran. Die Regierung in Teheran müsse sich dazu bekennen, "fundamentale" Änderungen daran vorzunehmen, wie sie ihr eigenes Volk behandele, und ihr "bösartiges" Verhalten im nahen Osten einstellen.

Außerdem müsse sie zustimmen, ein Abkommen abschließen zu wollen, das die Entwicklung von Atomwaffen "tatsächlich" verhindere, sagte Pompeo dem Sender CNBC. Dann sei Trump bereit, Gespräche mit ihnen zu führen. 

Auch der US-Präsident hatte am Montag bekräftigt, dass das "brutale Regime im Iran" niemals Atomwaffen besitzen dürfe. Zugleich verwies er auf die seiner Ansicht nach erfolgreichen Gespräche, die er im Juni mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un zur Denuklearisierung von dessen Land hatte. (bento)

Und auch der Iran will sich nicht einfach so mit Donald Trump treffen.

Vor einem etwaigen Treffen müsste der US-Präsident aus Sicht der Führung in Teheran seinen Ausstieg aus dem Atomabkommen revidieren und die bald beginnenden Sanktionen aussetzen. Das teilte ein Berater des iranischen Präsidenten Ruhani, Hamid Abutalebi, am Dienstag mit. "Zurück zum Atomdeal, Ende der Feindseligkeiten und Respekt fürs iranische Volk (...) und dann könnte man den Weg ebnen, um aus dem jetzigen Dilemma herauszukommen", schrieb er auf Twitter.

Mit Material von dpa


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