Bild: Getty Images / Mark Wilson

Wenn er sein Amt als Präsident der USA im Januar antritt, will Donald Trump mit der Ausweisung von 2 bis 3 Millionen illegalen Einwanderern beginnen. Das sagte er in seinem ersten längeren Interview seit der Wahl. Aufgenommen wurde das Interview am Freitag, gesendet am Sonntagabend.

Trump erklärt, es gäbe wahrscheinlich 2 Millionen oder sogar bis zu 3 Millionen illegale Einwanderer, die Straftaten begangen hätten. Es seien Gangmitglieder und Drogenhändler. Diese sollen deportiert oder eingesperrt werden, sagte Trump. Damit will er ein Wahlversprechen einlösen. (CBS)

We're getting them out of our country or we're going to incarcerate.
Donald Trump

Die Regierung seines Vorgängers Barack Obama hat während seiner beiden Amtszeiten insgesamt 2,4 Millionen Menschen deportiert – so viele wie nie zuvor. Obamas Plan, 4 Millionen illegalen Einwanderern mit Papieren zu helfen, scheiterte am Supreme Court. Unter George W. Bush wurden rund 2 Millionen Menschen deportiert. (NPR, CNN)

Proteste in Los Angeles(Bild: Getty Images / David McNew)

In dem Interview kündigte Trump außerdem an, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten zu wollen. Auf Nachfrage räumte er ein, dass teilweise auch ein Zaun gebaut werden könnte. An einigen Stellen brauche man aber eine Mauer. Auch das ist eines seiner Wahlversprechen.

Die von seinem Vorgänger Obama eingeführte Gesundheitsversicherung – Obamacare – will er hingegen nicht mehr ganz so radikal abschaffen wie versprochen. Offenbar hat sich Trump erst nachträglich über Obamacare informiert und hält nun zumindest Teile davon für sinnvoll.

In den USA gingen am Wochenende Zehntausende auf die Straßen, um gegen Trump zu protestieren. Auch in Berlin fand eine Demonstration statt.


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