"Sehr anständige Leute"
Was ist passiert?

Es hat schon viele desaströse Pressekonferenzen des US-Präsidenten gegeben – die von Dienstag jedoch stellt viele vergangene in den Schatten: Donald Trump ist dabei von seiner letzten Äußerung zur Nazi-Demo in Charlottesville zurückgerudert. Nachdem er am Montag die rechte Gewalt noch klar verurteilte (bento), verteidigte er die Demonstranten am Dienstag und meinte, sie seien mitunter "sehr anständige Leute". Es habe "Verschulden auf beiden Seiten" gegeben, so Trump. (New York Times)

Warum ist das wichtig?

Nach den Ausschreitungen Rechtsextremer, bei denen am Samstag eine Frau gestorben war und 35 Menschen verletzt wurden (bento), hatte US-Präsident Donald Trump zunächst lange gebraucht, um die Vorfälle zu verurteilen. Er wurde deshalb scharf kritisiert und reagierte am Montag mit deutlichen Worten: Die Anhänger des Ku-Klux-Klans und Neonazis seien "Kriminelle", Rassismus sei "böse".

Dass er nun wieder seine erste Reaktion  – auch unter den Gegendemonstranten habe es Gewalttätige gegeben – verteidigt, macht ihn unglaubwürdig. Er wollte erneut die Amokfahrt eines Autofahrers in die Gegendemonstranten nicht als Terror zu bezeichnen. Bezogen auf die linken Gegendemonstranten, die im Gegensatz zu den Rechten "keine offizielle Genehmigung hatten", fragte er rhetorisch: "Haben sie keine Schuld?"

Es gab eine Gruppe auf der einen Seite, die schlecht war. Und es gab eine Gruppe auf der anderen Seite, die auch sehr gewalttätig war.
Donald Trump

Seine späte Reaktion zu den Ausschreitungen begründete er damit, dass er "sicher sein wollte, die Fakten zu kennen". 

Hier kannst du die gesamte Rede lesen.

Der ehemalige Ku-Klux-Klan-Anführer David Duke bedankte sich nach der Pressekonferenz auf Twitter bei Trump für seine "Ehrlichkeit und den Mut, die Wahrheit über linken Terror zu erzählen".


Noch mehr Trump: Hier informieren wir dich über Trumps wichtigsten Amtshandlungen. 
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