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Tag 605

Brett Kavanaugh, der Kandidat von US-Präsident Donald Trump für den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof, wird vorgeworfen, sexuell übergriffig gegenüber einer Frau geworden zu sein. Am Montag soll es eine öffentliche Anhörung vor dem Senat geben.

Was soll passiert sein?

Eine kalifornische Psychologie-Professorin wirft Brett Kavanaugh in der "Washington Post" vor, dass er sie vor 36 Jahren auf einer Highschool-Party auf ein Bett geworfen und versucht habe, sie auszuziehen.

Er soll ihr den Mund zugehalten haben, während ein Freund von ihm zugesehen habe. Sie wäre nur entkommen, weil der Freund sich auf die beiden geschmissen hätte.

Wer ist Brett Kavanaugh?

Er ist Richter am Bundesgerichtshof von Washington D.C. und war an der Untersuchung der Clinton-Lewinsky-Affäre beteiligt. Er war einer der Autoren des sogenannten "Starr-Reports", der die Absetzung von Präsident Clinton empfohlen hat.

Kavanaugh gilt zwar als erzkonservativ, doch ist er in manchen Kernpunkten noch ein Mysterium.

Er hat sich in der Vergangenheit negativ zur Abtreibung geäußert und ist laut "Bloomberg" gegen Regulierungen bei Schusswaffen.

Außerdem soll er 2012 dem "Trump Casino" geholfen haben, die Bildung einer Gewerkschaft zu verhindern. Nicht der erste Fall, in dem er sich gegen Gewerkschaften eingesetzt hat, so "Huffington Post".

2009 schrieb er in einem Artikel, dass er bezweifle, dass man einen Präsidenten wegen kriminieller Vergehen juristisch verfolgen könne. Für Gegner von Donald Trump ist das alamierend.

Was bedeutet das für Trump?

Der Supreme Court ist der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Er entscheidet unter anderem über Verfassungsfragen oder Bundesrecht. Das Gericht besteht aus acht beigeordneten Richtern und einem Vorsitzenden, die vom US-Präsidenten vorgeschlagen werden. Der Vorsitzende wird sogar auf Lebenszeit gewählt.

Der bisherige Vorsitzende ist Anthony Kennedy. Der eher liberale bis moderat-konservative Richter räumt seinen Posten freiwillig aus Altersgründen, laut "FAZ".

Der Senat stimmt darüber ab, ob ein Kandidat Richter des Supreme Courts wird. Die Republikaner besitzen nach dem Tod von John McCain eine knappe Mehrheit von 50 zu 49 Sitzen.

Die Vorwürfe gegen Kavanaugh könnten dafür sorgen, dass er die Stimmen einiger Republikaner verliert und damit zu wenig Stimmen hat, um zum Obersten Richter gewählt zu werden.

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