Bild: Getty Images; Montage: bento

Transgender sollen laut US-Präsident Donald Trump kein Anrecht mehr auf Dienst im US-Militär haben. Das soll ein Verbot künftig verhindern, kündigte Trump am Mittwoch an. In zwei Tweets schilderte Trump, er habe sich mit Generälen und Militärexperten besprochen – Transgender seien demnach eine zu große Belastung.

Konkret twitterte Trump:
"Nach Beratung mit meinen Generälen und Militärexperten, beachten Sie bitte, dass die US-Regierung weder akzeptieren noch erlauben wird, dass Transgender an irgendeiner Stelle des US-Militär dienen sollen. 
Unser Militär muss sich auf einen entschiedenen und überwältigenden Sieg konzentrieren und kann sich nicht mit den enormen medizinischen Kosten und der Zerrüttung belasten, die Transgender mit sich bringen. Danke."
Hat Trump recht? Nein.

Was genau er mit "Zerrüttung" meint, bleibt unklar – welcher "überwältigende Sieg" durch Transgender-Soldaten gefährdet wird, ebenfalls. Lediglich die medizinischen Kosten sind ein fester Faktor, aber auch hier ist unklar, ob die US-Armee tatsächlich darunter zu leiden hat.

Eine Studie von 2015 schätzt, dass sich die Kosten für Geschlechtsangleichungen von Transgendern in der Armee auf etwa 5,6 Millionen Dollar belaufen (Fortune). Trump plant momentan mit einem Budget in Höhe von knapp 825 Milliarden (!) Dollar für das Militär (bento). 

Die Kosten für Transgender wären also marginal.

Es ist nicht die erste fragwürdige Entscheidung gegenüber Transgendern:

Noch mehr Entscheidungen aus dem Weißen Haus gefällig?

Hier protokollieren wir alle wichtigen News rund um die US-Regierung seit Trumps Amtsantritt am 20. Januar 2017:

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Korrektur: In der ersten Version des Artikels sprachen wir von einem Militärbudget in Höhe von 52 Milliarden Dollar. Das ist nur die Erhöhung, die Trump plant – insgesamt sind es ganze 824,7 Milliarden für das kommende Jahr.


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