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Mit knapper Mehrheit hat der US-Senat die von Donald Trump angestrebte Steuerreform abgesegnet. 51 Republikaner waren anwesend, die geschlossen für Trumps Prestige-Projekt stimmten, 49 Demokraten waren erwartungsgemäß dagegen. 

Es ist der größte Umbau des amerikanischen Steuersystems seit 30 Jahren. 

Bevor die "Tax Cuts and Job Act", wie der Entwurf heißt, in Kraft treten kann, muss Trump unerwartet noch eine letzte Hürde nehmen.

Denn das Repräsentantenhaus muss erneut über den Entwurf abstimmen. Grund ist ein Verfahrensfehler, der bei der ersten Abstimmung am Dienstagabend unterlief. 

Allerdings ist die erneute Wahl eine Formsache: Im ersten Durchlauf wurde die Vorlage schon mit 227 zu 203 Stimmen abgesegnet. Es gilt als wahrscheinlich, dass Trump noch diese Woche das Gesetz unterzeichnen und am 1. Januar 2018 auf den Weg bringen kann. (NZZ

Das sind die wesentlichen Punkte des neuen Steuersystems: 
  • Die Unternehmenssteuer soll von derzeit 35 auf 21 Prozent reduziert werden.
  • Temporäre Senkungen bei der Einkommenssteuer.
  • Das Steuersystem soll mit nur noch vier Einkommensstufen vereinfacht werden.

Die Reform gilt als umstritten. Mit dem neuen Gesetz sollen laut Trump Familien und der Mittelstand entlastet werden. Experten äußerten jedoch Zweifel daran. Sie kommen zu dem Schluss, dass der Vorschlag vor allem Erleichterungen für Wohlhabende beinhalte. (SPIEGEL ONLINE)

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Hinweis: Die Unternehmenssteuer soll auf 21 Prozent gesenkt werden. Ursprünglich hatten wir von 20 Prozent geschrieben.


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Facebook erkennt dich jetzt immer – auch wenn du auf keinem Foto markiert wirst

Facebook hat seine Gesichtserkennungssoftware erweitert. Künftig wirst du über jedes Foto von dir informiert, das jemand auf der Plattform hochlädt – selbst dann, wenn du gar nicht darauf markiert wurdest. Die neue Funktion heißt "Photo Review" und soll Nutzer davor schützen, dass Bilder ohne Zustimmung verbreitet werden. Das gab Facebook auf seinem Blog bekannt.

Taucht eine Warnung auf, kannst du entscheiden, ob du auf dem Bild markiert werden willst oder nicht – oder falls es sich um Missbrauch handelt, ob du den Uploader kontaktieren möchtest oder ihn gleich an Facebook melden möchtest.

Die Funktion soll verhindern, dass Nutzer Fakeprofile mit dem Gesicht anderer erstellen oder unerwünschte Fotos ungefragt verbreiten.