Bild: dpa / AP / Seth Wenig
Der US-Präsident hat Nordkorea mit "völliger Zerstörung" gedroht

Donald Trump hat Nordkorea mit "völliger Zerstörung" gedroht. Das sagte Trump heute in seiner ersten Rede vor der Uno-Generalversammlung in New York. Der US-Präsident will damit Nordkorea dazu bewegen, sein Atomwaffenprogramm einzustellen.

Die Drohung ist nicht neu – und zu ernst nehmen kann man sie auch nicht.

Denn die USA und allen voran Präsident Trump haben in den vergangenen Monaten bereits den Ton gegenüber Nordkorea verschärft. Das Land hatte zu Testzwecken Atom- und Wasserstoffbomben gezündet und mehrfach Raketen über Japan hinweg ins Meer gefeuert.

"Völlige Zerstörung" – mehr geht nicht. Aber ein Angriff auf Nordkorea hätte schwere Folgen: Das Land verfügt nicht nur über Atomwaffen, sondern jede Menge konventionelle Waffen. 

Als Reaktion auf einen Angriff würde sich Nordkorea an seinem Nachbarn Südkorea rächen. Das Land ist ein enger verbündeter der USA. Die Hauptstadt Seoul mit 10 Millionen Einwohnern liegt fast an der Grenze zu Nordkorea.

Außerdem in Gefahr: Japan, das sich in Reichweite von nordkoreanischen Raketen befindet. Auch dort unterhalten die USA Militärstützpunkte.

Die vermeintlich starke Ansage fällt damit in sich zusammen. Übrig bleibt eine leere Drohung.

Trump macht's wie auf Twitter: Herumpoltern und erstmal nicht an die Folgen denken.


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