2 Protestaktionen und wie das russische Staatsfernsehen reagiert

Zum ersten Mal gibt es ein Treffen nur zu zweit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Es ist die letzte Station von Trumps Europa-Reise. Die Zusammenkunft findet in der finnischen Hauptstadt Helsinki statt. 

In London haben den US-Präsidenten teils heftige Proteste erwartet – bis zu 250.000 Menschen und ein fliegendes Riesenbaby demonstrierten dort gegen Trump. (bento)

Und auch in Helsinki gehen die Menschen auf die Straße. Sie protestieren aber nicht nur gegen Trump, sondern auch gegen den russischen Präsidenten. Sie kritisieren vor allem Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der Pressefreiheit.

Aktivisten der "Human Rights Campaign" projizierten Botschaften an den finnischen Präsidentenpalast, die sich gegen die Verfolgung von LGBTQ-Menschen in Tschetschenien richteten.

Die eindrucksvollste Botschaft kam jedoch von der finnische Tageszeitung "Helsingin Sanomat": Auf rund 300 in der Stadt verteilten Plakaten wolle man die beiden Präsidenten an die Wichtigkeit einer freien Presse erinnern, so der Chefredakteur auf Twitter. 

Im russischen Staatsfernsehen sei lediglich die Rede gewesen von "vielen Schildern, die Trump und Putin auf Englisch und Russisch begrüßen", so ein Reporter der BBC – von der Kritik jedoch kein Wort. Passend dazu heißt es auf russischsprachigen Schildern: "Unter Putin wurden die Medien still."


Gerechtigkeit

Warum Mexikos neuer Präsident sich selbst das Gehalt kürzt
2 Fragen zum Hoffnungsträger der Mexikaner

Mexiko hat einen neuen Präsidenten. Eine seiner ersten Amtshandlungen: Er kürzt sich selbst das Gehalt. Er werde ab seinem Amtsantritt im Dezember monatlich 108.000 Pesos (etwa 4890 Euro) verdienen, erklärte Andrés Manuel López Obrador am Sonntag in Mexiko-Stadt. Das sind nur rund 40 Prozent dessen, was sein Vorgänger bekommt.