Bild: epa/Shawn Thew

Trump regt sich ja fast stündlich bei Twitter über etwas auf – über Medien, über politische Gegner, über Statistiken. Doch dieses Mal hat sich Privates mit Beruflichem vermischt – und das geht für viele zu weit. Experten werfen ihm Amtsmissbrauch vor.

Am Mittwoch attackierte Trump die Kaufhauskette Nordstrom. Sie hatte nämlich die Modekollektion seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen.

Trumps Reaktion darauf:

Zwar twitterte Trump dies erst von seinem persönlichen Profil,dann jedoch auch vom offiziellen Account des US-Präsidenten (@POTUS = President of the United States). Dieses Profil steht Trump erst seit Amtsantritt zur Verfügung und ist nicht für private Zwecke gedacht.

"Dies ist ein Missbrauch des öffentlichen Amts zum privaten Vorteil", sagte Richard Painter, früherer Ethikbeauftragter in der Regierung von Präsident George W. Bush, dem "Wall Street Journal".

Jordan Libowitz arbeitet für die Nonprofit-Organisation Citizens for Responsibility and Ethics und setzt sich für die Bekämpfung von Korruption in der US-Politik ein. Er sagt, es habe noch nie zuvor einen US-Präsidenten gegeben, der seine Macht des Amtes so offensichtlich zum Vorteil seiner eigenen Familie ausnutze.

Warum hat Nordstrom die Kollektion aussortiert?

Nordstrom erklärte, es seien keine politischen Gründe. Die Marke hatte sich einfach nicht häufig genug verkauft. (SPIEGEL ONLINE)

Wie reagierte Trump auf die Kritik?

Sein Sprecher Sean Spicer verteidigte den Präsidenten, Trump dürfe seiner Familie beistehen. Bei der Entscheidung Nordstroms handle es sich ganz klar um eine direkte Attacke auf die Politik des Präsidenten, insbesondere sein Dekret eines Einreisestopps für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern. Die Begründung des Kaufhauses hatte er anscheinend überhört.

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