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Wirksam ist der Austritt aber noch nicht.
Was ist passiert?

Bislang war es nur eine Ankündigung, jetzt haben die USA offiziell den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen erklärt. Ein entsprechendes Schreiben ist laut Außenministerium an die Uno geschickt worden. (Tagesschau)

Donald Trump glaubt, dass die heimische Wirtschaft unter dem Pariser Klimaabkommen leiden würde. Der Präsident verteidigt zum Beispiel die Kohleindustrie.

In der Austrittserklärung deutet Trump an, dass es keine endgültige Entscheidung sein muss. Es könnte erneute Klimaverhandlungen geben, "sollten die USA Bedingungen vorfinden, die günstiger für ihre Wirtschaft, Arbeiter, das Volk und die Steuerzahler sind". 

Man unterstützte eine "ausgewogene Herangehensweise" an eine Klimapolitik, die Emissionen senke, aber gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und Energiesicherheit ermögliche. 

Warum ist das wichtig?

Die USA liegen auf Platz zwei der größten Verursacher des klimaschädlichen CO2. China als größter Produzent stößt das doppelte aus, hält aber am Abkommen fest. Das Abkommen gilt als Meilenstein zur Bekämpfung des Klimawandels. Bis zum Ausstieg der USA hatte die gesamte Weltgemeinschaft sich zu dem Vertrag bekannt.

Zu viel Hoffnung sollte die Aussage von Trump nicht machen. Auf dem G20-Gipfel hatten die großen Industrienationen bereits versucht, ihn umzustimmen. Das hat aber nicht geklappt. Trump hält den Klimawandel bekanntlich weiter für eine Erfindung. Der Ausstieg der USA könnte im schlechtesten Fall auch andere Staaten dazu bewegen, die selbst auferlegten Grenzwerte nicht einzuhalten.

So hatte nach Trumps angekündigtem Ausstieg bereits die Türkei den Klimavertrag in Frage gestellt. "Bei allen gibt es Probleme", sagte Erdogan, "insofern geht nach diesem Schritt von Amerika unser Standpunkt im Moment in die Richtung, dass es vom Parlament nicht ratifiziert wird" (Tagesschau).

Das Pariser Abkommen

Der Vertrag ist eine Einigung von 195 Ländern, gemeinsam mehr für den Klimaschutz zu tun. Er wurde im Rahmen der Klimakonferenz in Paris im November 2015 ausgehandelt – und gilt als großer Durchbruch. 

Hier erfährst du mehr über das Abkommen.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Ausstieg soll am 4. November 2020 wirksam werden – einen Tag nach der nächsten Präsidentschaftswahl. Wie man mit dem Rückzug umgeht oder ihn möglicherweise wieder rückgängig macht, kann sich dann also ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin überlegen.

Bei internationalen Klimaverhandlungen wollen die USA übrigens weiter mitreden. An der jährlichen Uno-Klimakonferenz werden sie weiterhin teilnehmen. Die COP23 findet im November in Bonn statt.

Die bisherige Amtszeit von Donald Trump im Überblick:
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