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Was ist passiert?

Die Abschottungsversuche der USA gehen weiter. Donald Trumps Pläne zum Mauerbau an der Grenze zu Mexiko sind ja bekannt. Neben illegaler Einwanderung will der Präsident jetzt aber auch legale beschränken. (SPIEGEL ONLINE)

Am Mittwoch gab er bekannt, die Vergabe der sogenannten Greencards, also der dauerhaften Aufenthaltsgenehmigungen, einschränken zu wollen. Es sei die "bedeutendste Reform unseres Einwanderungssystems in einem halben Jahrhundert".

Wie soll das Gesetzesvorhaben genau aussehen?
  • Über die Vergabe von Greencards soll nach einem Punktesystem entschieden werden.
  • Bevorzugt würden dann Ausländer, die Englisch sprächen, berufliche Qualifikationen mitbrächten und für sich selbst und ihre Familien sorgen könnten.
  • Bisher gab es Greencards vor allem, wenn es Familienangehörige in die USA gab. (Washington Post)
Warum ist das wichtig?

Die Begründung für die mögliche Reform ist typisch für Trump. Wieder geht es darum: Amerikaner zuerst. Der Präsident kritisierte, dass zu viele Arbeitnehmer mit geringen Qualifikationen legal ins Land gelassen würden, die US-Bürgern die Jobs wegnähmen. Dies belaste "amerikanische Arbeiter, Steuerzahler und die Ressourcen der Gemeinden". Es zeigt erneut, wie der Präsident weiter versucht, das Land zu isolieren. 

Im Einwanderungsland USA wird dieses Vorhaben von vielen kritisch gesehen. Trump wolle Gemeinden auseinanderreißen und Einwandererfamilien bestrafen, sagen die Demokraten. 

Übrigens: Auch in Kanada und Australien gibt es bereits ein ähnliches Punktesystem. 

Wie geht es jetzt weiter?

Noch ist das Gesetzesvorhaben nicht vom Senat abgesegnet. Bislang gab es für den Entwurf der republikanischen Senatoren Tom Cotton und David Perdu kaum Unterstützer. Trump hat versucht, dies mit einem Auftritt im Weißen Haus zu ändern. Ob er damit Erfolg hatte, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. 


Grün

Die natürlichen Ressourcen für 2017 sind jetzt schon verbraucht

Es ist zwar nur ein Rechenbeispiel – aber eines, das uns mahnen soll: Seit Mittwoch sind alle Ressourcen verbraucht, die die Erde dieses Jahr ersetzen könnte. Der sogenannte Weltüberlastungstag – oder auch "Earth Overshoot Day" – verschiebt sich immer weiter nach vorn. Dieses Jahr auf den 2. August.