Bild: Anadolu Agency/Getty Images

Donald Trump hat am Sonntag eine wichtige Rede über den Islam gehalten. Er ist gerade auf seiner ersten Auslandreise unterwegs und machte zunächst Halt in Saudi Arabien.

Dort erklärte er, dass er gemeinsam mit den Ländern der arabischen Welt verstärkt gegen islamistischen Extremismus kämpfen will. (Washington Post)

"Dies ist kein Kampf zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen, Geschlechtern oder Ländern", sondern es handele sich um einen "Kampf zwischen Gut und Böse", sagte Trump in der Hauptstadt Riad.
Seine wichtigsten Aussagen:
  • "Wir sind nicht hier, um gute Ratschläge zu erteilen", sagte Trump. "Wir sind nicht hier, um den Menschen zu erzählen, wie sie zu leben, was sie zu tun, wer sie zu sein oder wie sie ihren Glauben auszuüben haben."
  • Das Übel des Terrorismus könne nur gemeinsam überwunden werden. Die arabischen Staaten müssten sicherstellen, "dass Terroristen keinen sicheren Ort auf ihrem Staatsgebiet finden", sagte Trump und betonte: "Vertreibt sie! Vertreibt sie aus eurer Heimat, vertreibt sie von dieser Erde."
  • "Jedes Mal wenn ein Terrorist im Namen Gottes tötet, sollte das eine Beleidigung für diejenigen sein, die wirklich glauben."
  • Der Kampf gegen Extremisten müsse gemeinsam geführt werden.

Zum Iran:

  • Außerdem griff Trump den Iran deutlich an. Er machte den Staat für die Instabilität im Nahen Osten verantwortlich und kritisierte die Eingriffe in den Bürgerkrieg in Syrien. Der Iran finanziere Waffen, trainiere Terroristen und andere extremistische Gruppen, die Zerstörung verbreiteten.
  • Alle Nationen müssten zusammenarbeiten, um den Iran zu isolieren, solange es kein Partner für Frieden sei. (Tagesschau)
Warum ist das wichtig?
  • Einerseits ist die Rede bemerkenswert, weil sie einen ganz anderen Trump zeigt als noch im Wahlkampf. Immer wieder hatte er den Islam pauschal mit Extremismus und Terrorismus gleichgesetzt. In seinen ersten Tagen im Amt verhängte er pauschale Einreisestopps gegen Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern und scheiterte damit. Nun vermied er solche Generalverurteilungen und entschied sich für den gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus. (SPIEGEL ONLINE)
  • Andererseits setzte Trump erneut auf Angriff – und zwar auf den Iran. Obwohl das Land derzeit auf eine internationale Öffnung setzt, sich dem Westen annähern will und erst am Vortag den liberalen Präsident Hassan Rouhani im Amt bestätigt hat (bento). Damit schlägt sich Trump auf die Seite Saudi Arabiens und setzt auf Konfrontation mit dem Iran. 
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