Bild: Reuters/Jonathan Ernst
Der Grund ist angeblich die E-Mail-Affaire um Hillary Clinton.

Ohne Ankündigung und mit sofortiger Wirkung: US-Präsident Donald Trump hat den Direktor der Bundespolizei FBI, James Comey, entlassen. Nach Angaben des Weißen Hauses folgte er damit der Empfehlung von Justizminister Jeff Sessions und seinem Stellvertreter Rod Rosenstein. (SPIEGEL ONLINE)

In einem Brief an den FBI-Chef schrieb Trump, er stimme mit dem Justizministerium darin überein, dass dieser nicht in der Lage sei, das FBI effektiv zu führen. Und weiter: "Es ist essenziell, eine neue Führung für das FBI zu finden, die das Vertrauen der Öffentlichkeit und das Zutrauen in die Kernaufgaben seiner Aufgaben in der Strafverfolgung wieder herstellt." (SPIEGEL ONLINE)

Was ist der Grund für die Entlassung?

Comeys Verhalten in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton – das sagt zumindest das Weiße Haus. (SPIEGEL ONLINE)

In ihrer Zeit als US-Außenministerin hatte Clinton einen privaten E-Mail-Server für ihre dienstliche Kommunikation benutzt. Das FBI ermittelte deswegen mehrmals, zuletzt Ende Oktober und damit im Schlussspurt des Wahlkampfs. (bento)

Das sei falsch gewesen, sagt die Trump-Regierung jetzt. 

Und was steckt wirklich dahinter?

Politiker der demokratischen Partei verwiesen in ihren ersten Reaktionen darauf, dass Comey auch die Ermittlungen zu möglichen Russland-Verbindungen Trumps geführt hatte. Auch Republikaner und Trump-Unterstützer verurteilten die Entlassung. Einige Kritiker verglichen sie sogar mit dem "Saturday Night Massacre" 1973; damals hatte Präsident Richard Nixon in der Watergate-Affäre einen unabhängigen Sonderermittler entlassen. (SPIEGEL ONLINEThe Guardian)

Der Schritt rieche "nach einer Vertuschung", sagte John Conyers, Mitglied im Justizausschuss des Repräsentantenhauses für die demokratische Partei. Der ranghöchste Demokrat im Senat, Chuck Schumer, forderte, sofort einen Sonderermittler für die Russland-Vorwürfe einzusetzen. (SPIEGEL ONLINEThe Guardian)

Wie geht es jetzt weiter?

Noch steht nicht fest, wer Comeys Posten übernimmt. In der Zwischenzeit führt Vizepräsident Andrew McCabe die Geschäfte des FBI. (The Guardian)

Was bislang passierte:
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