Bild: Getty Images/Justin Sullivan

Im US-Staat Wisconsin sollen die Ergebnisse der US-Wahl neu ausgezählt werden – und Donald Trump gefällt das nicht. Auf Twitter holte er am Wochenende daher zu großen Beleidigungsrunde aus, gegen Hillary Clinton, gegen ihre Anhänger, gegen die Medien, eigentlich gegen alle. Schließlich stellte Trump die gesamte Wahl infrage:

"Illegale Wähler"? Was soll das sein?

Das erklärt Trump nicht. Er behauptet einfach mal, dass "Millionen Menschen" ihre Stimme unerlaubt abgegeben hätten. Ohne diese sei er sicherer Sieger.

Noch mal zur Erinnerung: In absoluten Stimmen hatte Hillary Clinton gewonnen. Durch das komplizierte Wahlmänner-System holte Trump jedoch mehr Bundesstaaten – und gewann die Wahl. Mit dem Tweet behauptet er, eigentlich auch in absoluten Stimmen zu führen. Und stellt nebenbei die Wahl infrage, die ihn zum Präsidenten gemacht hat.

Auch in anderen Bundesstaaten habe es Betrug gegeben, Beweise liefert Trump jedoch nicht:

Die beiden Tweets waren nicht die einzigen – weitere Ausbrüche zu Clinton folgten:
1/12
Und was steckt jetzt hinter dem Wutanfall?

Vergangene Woche hatte die grüne Präsidentschaftskandidatin Jill Stein Gelder gesammelt, um eine Neuauszählung der Stimmen in drei Bundesstaaten erwirken zu können. Nicht, weil sie mehr Stimmen für sich erhoffte – sondern weil sie Clinton helfen wollte:

Das Wahlkampfteam von Clinton hatte die Aktion zunächst ignoriert – sich dann aber ebenfalls für eine Neuauszählung ausgesprochen. Dies scheint Trump, den Wahlgewinner, nun zu verunsichern. Die Tweets – wenn auch voller Unwahrheiten – sollen jetzt nicht Zweifel an der Wahl, sondern an der Neuauszählung schüren.

Eine ähnliche Methode hatte Trump auch kurz vor der Wahl gefahren. Auch damals schürte er Zweifel an der Wahl und wollte sie eventuell nicht anerkennen – für den Fall, dass er verliert.


Trip

Erkennst du diese europäischen Städte an ihrer Skyline?

Wir geben zu: In Europas Städten gibt es deutlich weniger Wolkenkratzer als in Hong Kong, Dubai oder New York. Aber trotzdem sind die Städte vor unserer Haustür unverwechselbar, oder?

Erkennst du diese europäischen Städte an ihrer Skyline – auch wenn die typischen Wahrzeichen mal nicht zu sehen sind?