Bild: Getty Images / Chip Somodevilla

Es könnte der Anfang vom Ende sein: Am Donnerstag sagt Ex-FBI-Chef James Comey vor dem Senat über seine Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump aus. Dabei geht es vor allem um den Vorwurf, Trump habe ihn in der Russland-Affäre unter Druck gesetzt (bento). 

Doch noch bevor es soweit ist, machen neue Vorwürfe die Runde.

Worum geht es?

Trump soll den Nationalen Geheimdienstdirektor Daniel Coats gebeten haben, Druck auf FBI-Chef Comey auszuüben. Ziel: Die FBI-Ermittlungen in der Russland-Affäre sollten sich weniger auf Trumps Sicherheitsberater Flynn fokussieren. Flynn war bereits nach wenigen Wochen im Amt zurückgetreten, weil er Kontakte nach Russland verschwiegen hatte (bento). 

Die neuen Vorwürfe wurden bekannt, weil Coats nach seinem Gespräch bei Trump mit Vertrauten über das Thema sprach. Er soll sich außerdem Notizen zu dem Gespräch gemacht haben, in denen er die Forderungen Trumps festhielt. Coats entschloss sich am Ende dafür, keinen Einfluss auf das FBI auszuüben, da er das für unangemessen hielt. ("Washington Post")

Neuer Ärger für Trump

Doch es gibt noch mehr Ärger im Weißen Haus: Justizminister Jeff Sessions soll Trump seinen Rücktritt angeboten haben. Das Angebot erfolgte offenbar in den vergangenen Wochen, wann genau ist unklar. Sessions war eigentlich einer der engsten Vertrauten Trumps. Er hatte ihn im Wahlkampf als erster Abgeordneter unterstützt. 

Trump soll vor allem sauer sein, weil Sessions nicht verhinderte, dass die Russland-Affäre von einem unabhängigen Sonderermittler untersucht wird. Auch das gestoppte Einreiseverbot soll Trump seinem Minister anlasten. (SPIEGEL ONLINE)

Zu Beginn der Woche kritisierte Trump das eigene Justizministerium sogar öffentlich:

Wie es jetzt weitergeht, dürfte vor allem davon abhängen, was Ex-FBI-Chef Comey morgen vor dem US-Senat aussagen. Laut Medienberichten überlegt Trump jetzt schon, wie er sich gegen die Aussage des langjährigen Geheimdienstchefs wehren kann ("Washington Post").

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