Bild: dpa / Joe Burbank
Das steht im Schreiben.

Gerade erst hat Nordkorea seine Atomanlagen zugunsten der USA gesprengt – nun sagt US-Präsident Donald Trump plötzlich ein gemeinsames Treffen ab. Für Mitte Juni war ein Gipfeltreffen zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un geplant. 

In einem Schreiben an Kim sagte Trump nun, so ein Treffen sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt "unangemessen".

Trump schrieb einen persönlichen Brief. Das Weiße Haus hat ihn auf Twitter veröffentlicht:

Wegen der "enormen Wut und offenen Feindlichkeit", die Nordkorea gegenüber den USA zeige, sei es noch nicht an der Zeit für das Treffen. Dennoch habe Trump gespürt, wie sich "ein wundervoller Dialog" zwischen ihm und Kim entwickelt habe. 

Gleichzeitig drohte Donald Trump erneut indirekt mit seinem Waffenarsenal:

Du redest von deinen atomaren Fähigkeiten, aber unsere sind so massiv und mächtig, dass ich zu Gott bete, sie müssen nie eingesetzt werden.

Sollte Kim weiterhin Interesse an einem Treffen haben, solle er sich gerne per Brief oder Telefon bei Trump melden. Denn dass Kim das Treffen verspielt habe, sei "wirklich ein trauriger Moment der Geschichte".

Stimmen die Vorwürfe von Trump?

Ja und nein. Im vergangenen Jahr hatten sich sowohl Trump wie Kim mehrmals gedroht und den Atomkonflikt auf der koreanischen Halbinsel so gefährlich hochgeschaukelt. Trump hatte dabei den nordkoreanischen Diktator mehrmals persönlich beleidigt.

Da scheint Wirkung gezeigt zu haben: Vor einigen Monaten setzte plötzlich ein vorsichtiger Friedensprozess ein. Die Staatschefs von Nordkorea und Südkorea trafen sich zu Gesprächen, nach 65 Jahren Krieg haben sie Ende April eine gemeinsame atomare Abrüstung beschlossen. Die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea wären der nächste Schritt gewesen.

Nur eine Stunde vor Trumps Absage hatte Kim Jong-un sein berüchtigtes Atomwaffengelände Punggye-ri sprengen lassen. 


Gerechtigkeit

AfD und Pegida kommen nach Berlin. So wehrt sich die Hauptstadt
Das sind die 6 größten Gegendemos.

Die AfD möchte am kommenden Sonntag in Berlin demonstrieren. Dafür ist sie sogar bereit, Mitgliedern 50 Euro für die Teilnahme zu zahlen. Damit möchte der Landesvorstand der AfD in Rheinland-Pfalz "den Anreiz erhöhen (...) für die Zukunft Deutschlands zu demonstrieren". (bento)

Berlin hat aber keine Lust auf die AfD-Demo.

Deshalb möchte man sich ihr entgegensetzen. Die Vereinigung "Reclaim Club Culture against Nazis", ein Zusammenschluss von 120 Clubs und Veranstaltern der Open-Air-Szene, hat dazu einen konkreten Plan. Die dazugehörige Facebook-Veranstaltung hat bereits über 17.000 Interessenten und über 7.000 Zusagen.