Bild: Getty Images/Ethan Miller
Im Interview mit "60 Minutes" bricht sie das Schweigen.

Sie saßen in seiner Hotelsuite und Donald Trump sprach über sein Lieblingsthema: sich selbst. Ein Bild von ihm war gerade auf einem Magazincover erschienen. Er zeigte es der jungen Frau neben ihm, es war 2006 und sie Ende 20, Pornostar. Sie sagte: "Hat das jemals funktioniert? Nur über dich zu reden? Ich sollte dir mit diesem Magazin den Hintern versohlen."

So erzählt es Stormy Daniels, im echten Leben Stephanie Clifford. Sie ist heute 39 Jahre alt, Pornodarstellerin aus den USA. Ihr Name ist aber mittlerweile auch über die Erotikbranche hinweg bekannt, denn Clifford hat den US-Präsidenten verklagt. (bento)

Nun hat die Pornodarstellerin ein ausführliches Interview über ihre Beziehung zu Donald Trump gegeben. In einem Interview mit der CBS-Show "60 Minutes" erklärt sie, die Menschen erzählten über sie, was sie wollen. Das könne sie nicht länger hinnehmen. 

Es ist nicht in Ordnung für mich, wenn Leute sagen, ich sei eine Lügnerin oder dass ich das alles für Geld mache.
(Bild: Getty Images/Ethan Miller)

Die wichtigsten Infos aus dem Interview:

  • "Das ist kein #Metoo. Ich war niemals ein Opfer", so Clifford.
  • Sie habe nur ein Mal mit Trump Sex gehabt. Es war absolut einvernehmlich.
  • Trump soll ihr angeboten haben, in seiner Show "Celebrity Apprentice" mitzuwirken.
  • Nach einem zweiten Treffen im Jahr darauf – bei dem es zu keinem Sex kam – sagte ihr Trump ab.
  • Clifford sagt, der Kontakt zwischen ihnen sei nie ein Geheimnis gewesen.
  • 2011 erzählte sie die Geschichte für 15.000 US-Dollar einem Magazin. Sie wurde nie gedruckt, weil Trumps Anwalt Michael Cohen dem Magazin mit einer Klage drohte. Daraufhin sollen Clifford und ihre Tochter von einem Mann bedroht worden sein.
  • Kurz vor der US-Wahl 2016 legte Cohen ihr dann eine Stillschweigevereinbarung vor: Im Gegenzug erhielt sollte sie 130.000 US-Dollar erhalten. Clifford unterschrieb 11 Tage vor der Wahl. Sie sagt, sie habe es ihrer Tochter und Familie zuliebe getan. 
"Ich war eingeschüchtert. Ich wusste nicht, was ich tun sollte."
Stephanie Clifford
  • 15 Monate später kam die Geschichte doch ans Licht. (bento) Clifford bestreitet, die Quelle zu sein. Ihr ehemaliger Anwalt und Michael Cohen sollen sie daraufhin unter Druck gesetzt haben, die Affäre zu Trump in einem Statement zu leugnen. Das tat Clifford.
  • Cohen droht ihr mit eine Millionen Dollar Strafe für jeden Verstoß gegen die Vereinbarung. Er will sie damit finanziell ausbluten und zum Schweigen bringen.
  • Mittlerweile klagt Clifford selbst gegen ihn. Sie argumentiert, die Abmachung sei nichtig, weil Trump sie selbst nie unterschrieben habe.

Was interessiert uns eigentlich irgendeine Affäre von "Grab them by the pussy"-Präsidenten?

Das Brisante an der Geschichte ist, dass die Vereinbarung und Zahlung an Clifford 11 Tage vor der US-Wahl unterzeichnet wurde. Michael Cohen gibt zwar an, Clifford nicht mit Kampagnengeldern bezahlt zu haben. Aber es gibt Menschen, die das anzweifeln.

Ihr Anwalt Michael Avenatti sagt:

"Das ist ein Cover-up. Es geht um das Ausmaß, in dem Mr. Cohen und der Präsident versucht haben, eine Frau einzuschüchtern, sie zum Schweigen zu bringen, sie zu bedrohen. Das ist brutales Verhalten von Menschen in Machtpositionen. Und es hat keinen Platz in der amerikanischen Demokratie."

Gerechtigkeit

Verletzte, Warnschüsse – diese 9 Videos zeigen die Ausschreitungen in Barcelona
Auslöser für die Proteste: Die deutsche Polizei hat den katalanischen Ex-Präsidenten festgenommen.

Aus Protest gegen die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont in Deutschland (bento) sind am Sonntagabend zehntausende Demonstranten in Barcelona auf die Straße gegangen. Bei den Protesten kam es teils zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Der Protestmarsch führte von der Vertretung der Europäischen Kommission zum deutschen Konsulat in Barcelona. Bis zu 55.000 Menschen hätten an der Demonstration teilgenommen, berichtet die katalanische Tageszeitung "El Periódico" unter Berufung auf die städtische Polizei.