Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
Tag 539

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Stellvertreter für Nasa-Chef Jim Bridenstine nominiert: James Morhard, einen langjährigen Senats-Mitarbeiter. Es gibt nur ein Problem: Morhard hat gar keine Erfahrung in Sachen Weltraum. Und es gab durchaus eine Alternative – eine Frau vom Fach. 

James Morhard ist Politiker – noch ein Politiker bei der Nasa.

James Morhard, 61, ist aktuell der stellvertretende "Sergeant at Arms" des US-Senats. Zuvor war er der Stabsdirektor des Haushaltsausschusses. Während seiner Amtszeit leitete er den Unterausschuss des Senats für Handel, Justiz, Staat, der alle Programme der US-Klimabehörde umfasste, und den Unterausschuss für Militärbau. (Nasa)

Der derzeitige Nasa-Direktor Jim Bridenstine ist ebenfalls ein Politiker. Seine Nominierung war damals auch schon umstritten – nicht zuletzt, weil Bridenstine den Klimawandel abstreitet und das als Nasa-Chef. (SPIEGEL ONLINE)

Frühere Präsidenten haben versucht, technisches, bzw. wissenschaftliches Know-how und Politik zu kombinieren, indem sie diese Verantwortlichkeiten grob zwischen dem Direktor und seinem Stellvertreter aufteilten. (Quartz)

Unter Trump würden jetzt also sowohl die Stelle des NASA-Direktors als auch die seines Stellvertreters an Politiker ohne wissenschaftlichen Hintergrund gehen. 

Die Alternative, eine Wissenschaftlerin, wurde von Trump übergangen.

Dr. Janet Kavandi, einer Astronautin und angesehenen Leiterin eines der Forschungszentren der Raumfahrtagentur, war die erste Wahl des Nasa-Direktors Jim Bridenstine, der öffentlich zu ihrer Ernennung aufgerufen hatte.

  • Die Trump-Regierung hat trotzdem Morhard nominiert.

Der Senat muss James Morhard jetzt noch offiziell als Stellvertreter des Nasa-Chefs bestätigen.

Mehr zu Trumps Tagen im Amt findest du hier:

1/12

Streaming

"Black Widow" wird Wirklichkeit – und eine Frau führt Regie!
Die 3 bislang bekannten Fakten

Seit zehn Jahren vereint Marvel seine Comic-Helden in einem einzigen, großen Filmuniversum. In den Kinostreifen spielten weibliche Helden bisher allerdings eher eine untergeordnete Rolle. 

Mit "Ant-Man and the Wasp" ist in zwei Wochen erstmals eine weibliche Heldin – Wasp – mit Titelfigur eines Marvel-Films. Und erst Anfang kommenden Jahres wird mit "Captain Marvel" eine Frau einen Solofilm bekommen. 

Nun passiert auch, was sich Fans seit längerem wünschen: "Black Widow" bekommt einen eigenen Film.