Bild: dpa/AP/Susan Walsh
"Russland, mach Dich bereit."

Was ist passiert?

Donald Trump hat am Mittwochmorgen amerikanischer Zeit per Twitter einen US-Raketenangriff auf Syrien angekündigt. Der US-Präsident forderte Russland auf, sich auf einen Raketenangriff auf das Land im Nahen Osten einzustellen. Russland habe angekündigt, angreifende Raketen abzuschießen, teilte Trump auf Twitter mit.

Wörtlich schrieb er:

"Mach dich bereit Russland, denn sie werden kommen, schön und neu und 'intelligent!'". Russland sollte nicht Partner eines mit Gas tötenden Tieres sein, das sein Volk tötet und das genießt.

Warum wollen die USA Syrien bombardieren?

Es geht um einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der von Rebellen kontrollierten Stadt Duma in der Region in Ost-Ghuta. Dort sollen am Samstag nach Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Mehr als 500 Personen wurden demnach in Krankenhäusern behandelt. Das US-Außenministerium teilte am Abend mit, Kenntnis von mindestens 85 Todesopfern zu haben. (SPIEGEL ONLINE)

Washington macht Syriens Machthaber Baschar al-Assad dafür verantwortlich. Auch die Bundesregierung sieht mittlerweile "schwere Indizien" für eine Verantwortung der syrischen Regierung, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte. Russland dagegen glaubt an eine Inszenierung, es unterstützt Assad im syrischen Bürgerkrieg. Im Uno-Sicherheitsrat waren deshalb Entwürfe für Resolutionen als Antwort auf den Angriff gescheitert. (SPIEGEL ONLINE)

Am Montag hatte Donald Trump angekündigt, innerhalb von 24 bis 48 Stunden eine Entscheidung über die Reaktion der USA zu treffen. Alle Optionen würden in Betracht gezogen. Eine geplante Reise nach Südamerika sagte das Weiße Haus überraschend ab. Wegen der Krise telefonierte Trump mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britischen Premierministerin Theresa May.

Was sagt Russland zu dem Thema?

Russland hatte in den vergangenen Tagen mit deutlichen Worten versucht, einen US-Angriff zu verhindern. Nun warnte Moskau erneut. Die Geschosse sollten in Richtung Terroristen und nicht auf rechtmäßige Regierungen fliegen, teilte das Außenministerium mit. Der russische Botschafter im Libanon, Alexander Sassypkin, kündigte an, jegliche US-amerikanische Rakete über syrischem Hoheitsgebiet abzufangen. "Sollte es einen Angriff von Seiten Amerikas geben (...), werden die Raketen abgeschossen und die Objekte angegriffen, von denen sie abgefeuert wurden", sagte er im libanesischen Fernsehen. (SPIEGEL ONLINE)

Auch Trump weiß offenbar, wie heikel die Situation ist. "Unsere Beziehungen zu Russland sind schlechter als je zuvor – und das schließt den Kalten Krieg ein", schrieb er auf Twitter. Zugleich zeigte er sich aber auch offen für einen Dialog: "Russland braucht unsere wirtschaftliche Unterstützung, die sehr einfach wäre, und wir brauchen alle Nationen, um zusammenzuarbeiten." Dazu schrieb er die knappe Frage: "Das Wettrüsten stoppen?"


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