Bild: Getty Images/Scott Olsen

Am Dienstagabend hat Donald Trump die Umsetzung seines größten Wahlversprechens angekündigt: Die Mauer an der US-mexikanischen Grenze soll kommen. Details sollen am Mittwoch verraten werden, zunächst gab es nur einen Tweet:

Neben dem Mauerbau würden weitere Maßnahmen zur nationalen Sicherheit angekündigt, schrieb Trump. Dabei soll es sich um einen vorübergehenden kompletten Einreisestopp für Flüchtlinge handeln, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungskreise. Unter anderem an Syrer, Iraker, Iraner und Somalier sollen keine Visa mehr ausgestellt werden.

Die Mauer gilt in den USA als umstritten. Um die rund 3200 Kilometer lange Grenze komplett mit einer Mauer auszubauen, müsste die Regierung bis zu 25 Milliarden Dollar investieren, schätzen Experten der Investmentgruppe Bernstein. Trump hatte die Kosten im Wahlkampf mit etwa der Hälfte angegeben (BBC).

In einem weiteren Tweet drohte der der Stadt Chicago. Wenn die Stadtverwaltung das "Gemetzel" nicht in den Griff bekomme – er meint die Mordrate in Chicago – werde er die Bundespolizei schicken.

Ebenfalls am Dienstag gab Trump Pläne für den Bau neuer Erdöl-Pipelines bekannt.

Es handelt sich um die "Keystone XL Pipeline", die Kanada mit den USA verbinden soll und die "Dakota Access Pipeline" quer durch ein Indianer-Reservat und nahe eines Wasserreservoirs (NBC). Unter Obama waren die Projekte gestoppt worden, weil sie als zu umweltschädlich eingestuft wurden.

Trump argumentiert, die Bauprojekte würden neue Jobs bringen. An der "Dakota Access" sind er und mehrere seiner Vertrauten finanziell beteiligt, Trump selbst mit bis zu einer Million Dollar (Grist.org).

Solche Geschäfte sind ihm als Präsident verboten. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, gegen Korruption und Vetternwirtschaft in Washington vorzugehen.

Hier informieren wir dich über die bisherigen Amtshandlungen von Trump:
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Endlich werden mehr Nicht-Weiße für Oscars nominiert – aber das reicht nicht

Die Nominierten für die Oscars stehen fest – und dieses mal stand die Verlesung der Anwärter unter besonderer Beobachtung. Denn 2016 hatte es einen Aufschrei gegeben: Ausschließlich weiße Schauspieler waren nominiert. Wieder einmal. Unter dem Hashtag #OscarsSoWhite ballte sich 2016 wütende Kritik in den sozialen Medien. Prominente Mitglieder der Branche setzten außerdem ein medienwirksames Zeichen: Jada Pinkett Smith, Will Smith und Regisseur Spike Lee boykottierten die Zeremonie. (bento)

Nach dem öffentlichen Druck gab es Änderungen. Die Academy führte neue Regeln ein. (SPIEGEL ONLINE).

Aber was genau wurde verändert? Und hat das wirklich zu mehr Vielfalt in der heute bekannt gegebenen Nominierungsliste für 2017 geführt? Eine Analyse: