Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Tag 608: "Wenigstens sind sie mit einem schönen Boot aus der Sache herausgekommen."

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch das Gebiet besucht, in dem Hurrikan "Florence" gewütet hatte. Er besah die Schäden, brachte Essen – und scherzte mit den Bewohnern der zerstörten Häuser. Und wer hätte es gedacht: Dabei traf er nicht wirklich den richtigen Ton.

Was hat Donald Trump gemacht?

Wie die Washington Post berichtet, ging Donald Trump den River Drive in New Bern in North Carolina entlang. Das ist eine Nachbarschaft, die erst von Hurrikan "Florence" getroffen und anschließend noch von einer Flut überschwemmt wurde. Trump grüßte Anwohner – und dann sah er eine Jacht in einem Garten liegen.

  • "Ist das Ihr Boot? Oder . . . ist es Ihr Boot geworden?", fragte Trump den Anwohner.
  • "Nein", es sei nicht sein Boot, soll der Hausbesitzer, umgeben von Reportern, geantwortet haben. Das fremde Boot war offensichtlich durch den Sturm oder die nachfolgende Flut in seinen Garten befördert worden.
  • Daraufhin schaute Trump zurück zum Boot und anwortete lächelnd: "Wenigstens sind sie mit einem schönen Boot aus der Sache herausgekommen."

Na, da wird sich der Hausbesitzer sicher gefreut haben. Der Mann machte laut Reportern gute Miene zum bösen Spiel und ließ sich nichts anmerken.

Doch das war noch nicht alles. Trump fragte weiter.

Der Präsident war selbst einst stolzer Jacht-Besitzer und weiß daher natürlich ein gutes Boot zu schätzen. Er soll die Reporter später gefragt haben:

  • "Das Boot ist wahrscheinlich ruiniert, oder?"
  • Worauf die anwesenden Reporter (auch ganz schön unsensibel) antworten: "Das Boot sieht aus, als wäre es in Ordnung."
  • Darauf soll Trump gesagt haben: "Ich möchte darin nicht den Ozean überqueren."

Später fragte ein Reporter, was Trump angesichts der Dinge, die er hier in North Carolina sehe, empfinde. Der Präsident antwortete:

  • "Ich denke, es ist unglaublich; ich denke, es ist unglaublich. Wenn man das sieht, was wir hier sehen – dieses Boot, ich weiß nicht, was passiert ist, aber dieses Boot kam einfach hierher. Und weiß jemand, wessen Boot das ist? Niemand weiß, wessen Boot das ist."

Allein in North Carolina sind durch Hurrikan "Florence" nach Angaben des Gouverneurs Roy Cooper 27 Menschen gestorben (tagesschau.de).

Hier kannst du das Gespräch zwischen Donald Trump, dem Hausbesitzer und den Reportern im Video sehen:

Was hat Donald Trump noch so im "Florence"-Gebiet gemacht?

Trump half in einer Kirche dabei, Essen auszuteilen, lobte die Arbeit der Helfer und führte auch ein paar nette Gespräche mit Anwohnern (tagesschau.de).

Die Washington Post will allerdings von eine weiteren Panne gehört haben: Während einer Besprechung in einer Marinefliegerstation in North Carolina soll Trump über einen Teil des Staates besonders besorgt gewesen sein.

  • So soll er einen örtlichen Beamten gefragt haben: "Wie geht es Lake Norman?" Das ist ein künstlich angelegter See nördlich von Charlotte.
  • Der Beamte versicherte ihm, dass der See in Ordnung sei.
  • "Ich liebe diese Gegend", soll Trump daraufhin geantwortet haben. "Ich kann Ihnen nicht sagen warum, aber ich liebe diese Gegend."

Die Reporter fanden schnell eine mögliche Erklärung für das Interesse des Präsidenten an der Region: Ein "Trump National Golf Club" befinde sich am Ufer des Lake Norman, berichtet die Washington Post.

1/12

Today

Lächel doch mal, Brie Larson! So kontert die Superheldin Sexismus

"Hey du, lächel mal! Ach komm. Lächel mal! Wenn du jetzt noch lächeln würdest, wäre es perfekt!" – Was klingt wie ein typischer Belästigungsversuch auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ist ungefähr das, was sich Brie Larson seit Tagen im Internet anhören muss.