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Ein Erfolg für Donald Trump: Das US-Repräsentantenhaus hat dem von ihm angestrebten Umbau des Gesundheitssystems zugestimmt. Mit einer knappen Mehrheit von 217 zu 213 Stimmen bestätigten die Republikaner am Donnerstag Trumps neues Gesetz – es sieht eine Abschaffung der Krankenversicherung  "Obamacare" vor ("Washington Post")

  • Im Oktober 2013 hatte Ex-Präsident Obama die neue Gesundheitsvorsorge eingeführt, das System wurde "Obamacare" genannt. 
  • Günstige Versicherungen sollten ärmeren Bürgern eine bezahlbare medizinische Versorgung ermöglichen. Etwa 30 Millionen Amerikaner sind dem System seit der Einführung beigetreten. 
  • Viele Kritiker sahen in Obamacare jedoch Schwächen – für Trump war die Abschaffung des Systems ein zentrales Wahlkampfversprechen.
  • Im März legte er einen ersten Entwurf vor; "Trumpcare" war jedoch so mangelhaft, dass selbst republikanische Abgeordnete ihre Unterstützung verweigern (bento).

Das war zunächst ein Skandal, denn die republikanische Partei steht eigentlich hinter Trump. Nun haben die Republikaner im zweiten Anlauf doch zugestimmt – "Trumpcare" kann Wirklichkeit werden.

Wie geht es nun weiter?

Mit der gewonnenen Abstimmung kommt Trump nun seinem "Trumpcare" deutlich näher – allerdings muss das Gesetz nun zur Abstimmung in den Senat. Das wird nicht leicht: Die Mehrheit der Republikaner in dieser Kammer ist knapp. Und immer sind noch nicht alle vom Gesetz überzeugt.

Kritiker sagen, das Gesetz bringe Kranken in den USA gravierende Nachteile und habe mit einer Versicherung nichts mehr zu tun. Und das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) schätzt nun, dass mit der Abschaffung von Obamacare 14 Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verlieren würden ("Time"). 

Besonders brisant: Das neue Gesetz sieht eine Ausnahme der Streichungen vor. Mitarbeiter der Kongressabgeordneten sollen weiterhin von der günstigen Krankenversicherung profitieren. (vox.com)

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Gerechtigkeit

Haben saudische Medien Merkel ein "Pixel-Kopftuch" verpasst?
Nein – aber die Hintergründe sind sehr viel absurder.

Vergangenes Wochenende besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel das Königreich Saudi-Arabien (bento). In dem islamischen Land herrschen strenge Regeln für Frauen – unter anderem müssen sie in der Öffentlichkeit ihren Kopf bedecken. 

Eigentlich. Für Merkel galt eine Ausnahme – der saudische König Salman empfing sie auch ohne Kopftuch. Jetzt sind Bilder im Netz aufgetaucht, die Merkel nun doch mit einer, nun ja, Verhüllung zeigen.

Auf angeblich offiziellen Bildern aus dem saudischen Fernsehen wurde Merkel die Frisur verpixelt.