Bild: SNL Screenshot Twitter
"Amerika ist mir egal!"

Alec Baldwin hat es wieder getan: Der Schauspieler ist in seine Paraderolle als US-Präsident Donald Trump geschlüpft, um uns einmal mehr zu zeigen, dass Trumps Präsidentschaft immer noch absurder sein könnte als sie ohnehin schon ist.

Wie immer war sein Auftritt bei Saturday Nicht Live voller Anspielungen: 

  • Die Regierungschefs des Baltikums bezeichnete er als Chefs von "Estonia, Lithuania and Stankonia".
  • Seine Abneigung gegen Amazon-Grüner Jeff Bezos begründete er mit "Ich hasse ihn, weil er reicher ist als ich" (Washington Post).
  • Wenn er von "Migranten-Karawanen" erzählt, wie es der echte Präsident vor kurzem tat, die aus Mexiko in die USA kämen, dann beschreibt Baldwin in seiner Rolle einfach Szenen aus dem Film "Mad Max: Fury Road". 
  • Und Baldwin erklärt in seiner Rolle, er habe sich "nie für Amerika interessiert. Die ganze Präsidentschaft ist eine vierjährige Geldbeschaffungsmaßname, und wahrscheinlich kann ich noch mal vier Jahre verlängern."

Baldwin hat für seine Darstellung des Präsidenten bereits einen Emmy bekommen. Vor kurzem sprach er in der Late-Talk-Show von Jimmy Fellon darüber, wie es sich für ihn anfühlt, immer weiter den Präsidenten zu verkörpern, obwohl er ursprünglich dachte, er würde nur einen Kandidaten spielen, der bald aus der Politik verschwunden sein würde.

"Denn der würde ja nicht gewinnen" sagt er. Er wurde eines besseren belehrt – und ist seither regelmäßiger Gast bei Saturday Night Live. 

Hier das Interview auf Englisch:

Dass Trump sich über die Darstellung ärgert, ist ebenfalls bekannt – spätestens, seit er sich auf Twitter dazu äußerte: 
Alec Baldwin, dessen sterbende, mittelmäßige Karriere durch seine furchtbare Darstellung von mir auf SNL gerettet wurde, sagt, es sei schmerzhaft, mich zu spielen. Alec, es war schmerzhaft für die, die zusehen mussten. 
Baldwin antwortete sofort:
So schmerzhaft es auch ist, ich möchte dranbleiben, für das Amtsenthebungsverfahren, die Rücktrittsrede, den Abschiedsflug mit dem Hubschrauber nach Mar-A-Lago. Die guten Sachen. Darauf warten wir alle. 

So lange Trump im Amt bleibt, dürfen wir uns also über weitere Interpretationen der Präsidentschaft von Baldwin freuen. Wenigstens etwas. 


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