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Am Anfang hätte es kaum jemand für möglich gehalten, dass Donald Trump mit seinen radikalen Positionen so große Erfolge feiern wird. Jetzt hat er fast alle Kandidaten der Republikaner aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur gedrängt. Am Dienstag gab nun auch sein schärfster Konkurrent Ted Cruz auf.

Steht Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner fest?

Im Grunde schon. Nach dem Rückzug von Ted Cruz bleiben nun nur noch Trump und John Kasich. Der ist aber weit entfernt von der nötigen absoluten Mehrheit der Delegierten. Die wird Trump wiederum bei den Vorwahlen in den kommenden Wochen holen, das ist sicher. 1237 Delegiertenstimmen braucht der künftige Kandidat. Trump hat bereits 1007, Kasich lediglich 153.

Mit diesem Erfolg hätte Anfang des vergangenen Jahres wohl noch niemand gerechnet. Über Trump machte man sich lustig. Seine politischen Parolen waren beängstigend und absurd. Eine davon: Muslime sollen nach Trumps Meinung gar nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Nun hat er mit seinen Forderungen, kämpferischem Talent und überraschenden Wahlkampfauftritten die Republikaner überzeugt, aber auch gespalten.

Die Kandidaten der US-Wahl – die Fotostrecke:
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Wer macht bei den Demokraten das Rennen?

Bei der gegnerischen Partei zeichnet sich ebenfalls ein Erfolg ab, aber nicht so deutlich. 2383 Delegierte sind nötig für Nominierung als Kandidat. Hillary Clinton hat bereits 2220, Bernie Sanders 1449. Am Dienstag verlor die frühere Außenministerin bei den Vorwahlen in Indiana gegen Sanders. Dennoch dürfte ihr einziger Konkurrent den Vorsprung bei den verbleibenden Abstimmungen nicht mehr aufholen.

Im bisherigen Wahlkampf hat sich gezeigt, dass der 74-jährige Sanders mit seinen links-demokratischen Forderungen vor allem bei jungen Wählern ankommt. Clinton werfen viele Demokraten vor, dass sie zu wenig neue Ideen einbringt. Als ehemalige Außenministerin gilt sie aber als erfahrene Politikerin, die besonders viel Zustimmung von Frauen, Afroamerikanern und die Latinos bekommt.

Wo stehen noch Vorwahlen an?

Es sind nicht mehr viele Termine und wichtige Staaten wie zuletzt New York haben bereits abgestimmt. Auch die "Super Tuesdays" mit Vorwahlen in mehreren Bundesstaaten gleichzeitig liegen schon hinter den Kandidaten. Das sind die verbleibenden Termin im Mai und Juni:

  • 7. Mai: Guam (Demokraten)
  • 10. Mai: Vorwahlen in West Virginia und Nebraska
  • 17. Mai: Kentucky, Oregon
  • 24. Mai: Washington (Republikaner)
  • 4. Juni: Virgin Islands (Caucus, Demokraten)
  • 5. Juni: Puerto Rico (Caucus, Demokraten)
  • 7. Juni: Kalifornien, Montana, New Jersey, New Mexico, North Dakota (Caucus, Demokraten), South Dakota
  • 14. Juni: Washington DC (Demokraten)
Wann werden die Kandidaten offiziell gekürt?

Die Präsidentschaftskandidaten werden auf den jeweiligen Parteitagen im Juli nominiert. Die Republikaner treffen sich vom 18. bis zum 21. Juli in Cleveland, die Demokraten vom 25. bis zum 28. Juli in Philadelphia.

Zumindest hier könnte es für Trump noch einmal gefährlich werden: Wenn Trump noch die fehlenden 230 Delegiertenstimmen holt, ist er beim Parteitag als Kandidat gesetzt. Die Delegierten der Republikaner sind dann daran gebunden, ihn zu wählen. Die Partei kann diese Regel aber eine Woche vor dem Parteitag kippen, wenn sie will. Dann könnten andere, längst zurückgefallene Kandidaten wieder zugelassen werden. ("The Guardian")

Allerdings sind viele Republikaner mittlerweile auf der Seite Trumps. Und sie würden sich mit einem solchen Manöver beim Wähler sehr unbeliebt machen – ein schlechter Start in das Duell gegen Clinton.

Was erwartet uns im Wahlkampf Trump vs. Clinton?

Der Wahlkampf wird wohl noch härter als bei den vergangenen US-Wahlkämpfen. Trump hat mehrfach bewiesen, dass er seine Gegner scharf kritisiert und auch schon mal absurde Vorwürfe aufbringt, um Konkurrenten auszustechen. Zuletzt hatte er Cruz' Vater in die Nähe des Attentäters von John F. Kennedy gerückt. Für Hillary Clinton wird es also verdammt schwer werden, Trump zu besiegen.

Die Wähler entscheiden dann am 8. November, wer der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird.

Wie funktioniert das eigentlich genau mit den US-Präsidentschaftswahlen?

Quellen:

Tech

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