Bild: Getty Images/Olivier Douliery
Es geht um dubiose Geldzahlungen und einen Pornostar.

Das FBI hat das Büro, die Wohnung und das Hotelzimmer von Donald Trumps Anwalt Michael Cohen durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt. Cohens eigener Anwalt Stephen Ryan sagte, Anlass sei ein Hinweis von Robert Mueller, dem Sonderermittler für die Russland-Affäre, gewesen.

Warum wurde Trumps Anwalt durchsucht?

Anlass der Razzia war laut "New York Times" eine angebliche Schweigegeldzahlung von 130.000 Dollar, die Cohen nach eigener Darstellung kurz vor der US-Wahl an die Pornodarstellerin Stormy Daniels getätigt hat. Mit dem Geld soll sie, so vermuten viele, davon abgehalten worden sein, öffentlich über ihre angebliche Affäre mit Trump zu sprechen. Nach Ansicht von Juristen könnte das als illegale Wahlkampfspende gewertet werden.

Auch eine weitere dubiose Geldzahlung soll bei der Durchsuchung eine Rolle gespielt haben. Dabei geht es um 150.000 Dollar, die Trumps Wahlkampfteam 2015 für eine Liveschalte nach Kiew in der Ukraine erhalten haben soll.

Was kam dabei heraus?

Zu möglichen Ergebnissen halten die Behörden sich bislang bedeckt. Wie inzwischen bekannt wurde, fielen den Ermittlern bei den Durchsuchungen auch Steuerunterlagen in die Hände. Möglicherweise handelt es sich dabei um die Informationen, die Trump als erster Präsident seit langem nach der Wahl nicht veröffentlichen wollte. 

US-Medien spekulieren außerdem, ob die bei der Razzia beschlagnahmte Mails möglicherweise Trump auch direkt der öffentlichen Lüge überführen könnten.

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Wie reagierte Donald Trump?

US-Präsident Trump reagierte auf die Durchsuchung schon fast erwartbar. Er sprach von einer "erbärmlichen Aktion, einer totalen Hexenjagd". Die Razzia bei seinem Anwalt sei eine Schande und außerdem "eine Attacke auf unser Land in gewisser Weise". Damit sei ein "ganz neues Niveau der Unfairness" erreicht worden, beklagte Trump weiter. (SPIEGEL ONLINE)

Auf die Frage ob er FBI-Sonderermittler Mueller oder Vize-Justizminister Rosenstein, der wiederum Mueller zum Sonderermittler ernannt hatte, jetzt feuern werde, sagte Trump: "Das werden wir sehen."

Mit Material von dpa


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