Bild: dpa/Carolyn Kaster

"Nein. Nein. Ich bin kein Rassist. Ich bin die am wenigsten rassistische Person, die sie jemals interviewt haben. Das kann ich ihnen sagen." Mit diesen Worten trat US-Präsident Donald Trump vor die Presse, um sich für die Affäre um seine umstrittene Drecksloch-Äußerung zu verantworten.

Die Drecksloch-Äußerung soll bei einem Treffen im Oval Office am vergangenen Donnerstag gefallen sein. Trump soll gefragt haben, warum die USA so viele Menschen aus "Drecksloch-Staaten" aufnehmen müssten. (bento)  Er meinte damit Menschen aus El Salvador, Haiti und afrikanischen Ländern. Die Afrikanische Union forderte daraufhin eine Entschuldigung vom US-Präsidenten. 

Der ist sich aber keiner Schuld bewusst. Trump beteuert, dass er die Länder nicht als Dreckslöcher bezeichnet hat. 

Der bei der Sitzung anwesende Senator Dick Durbin von den oppositionellen Demokraten aber bestätigte, dass Trump "exakt dieses Wort" verwendet habe – und zwar "nicht nur einmal, sondern wiederholt". Dagegen sagt der republikanische Senator David Perdue jetzt in der ABC-Sendung "This Week": "Ich sage Ihnen, dieses Wort ist nicht gefallen." (SPIEGEL ONLINE) Wenige Tage zuvor sagte er noch, er könne sich nicht genau an das Gespräch oder den Wortlaut erinnern.

"​Dieser Ort ist ein Drecksloch"
Donald Trump

Ob Trump also einige Länder wirklich als Dreckslöcher bezeichnet hat, bleibt unklar. Der Unmut über den Präsidenten aber bleibt. Der Künstler und Filmemacher Robin Bell nutzte ihn für eine kleine Installation. In Washington D.C. projizierte er auf die Fassade des Trump Hotels "shithole" und "this place is a shithole" – und veröffentlichte sein Werk auf Twitter:

Bell hatte bereits in der Vergangenheit Trump und seine politischen Beziehungen unter anderem zu Wladimir Putin kritisiert. So projizierte er an die Fassade des Trump Soho Gebäudes in New York ein Bild von Putin, den Daumen nach oben gereckt, mit den Worten: "Happy To Help, Bro" ("Froh, geholfen zu haben, Bruder"). (Mashable)


Today

Chelsea Manning will für die Demokraten in den US-Senat ziehen

Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat ihre Kandidatur für die Senatswahlen der Demokraten in Maryland eingereicht. Das berichtete zuerst die Washington Post. Mittlerweile hat die 30-Jährige die Nachricht bestätigt. 

In einem Tweet schrieb Manning: "Yap, wir stellen uns für die Senatswahl auf." Dazu postete sie ihr erstes Kampagnenvideo: