Bild: Gali Tibbon/afp/Getty Images

Es ist einer der berührendsten und bedrückendsten Orte der Welt – die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem am Rande von Jerusalem. Am Dienstag machte Donald Trump, der sich gerade auf seiner ersten Auslandsreise befindet, dort Halt. 

Zunächst wollte der Präsident nur 15 Minuten bleiben, was in Israel stark kritisiert worden war. Eine unangemessen kurze Zeit. Letztlich dauerte der Besuch immerhin eine halbe Stunde.

Trotzdem sind viele noch über Trumps Haltung an diesem Ort verwundert – seinen Gästebucheintrag halten viele für äußerst unpassend. "Mashable" schrieb, der Eintrag erscheine wie eine Happy-Birthday-Karte auf einer Beerdigung.

Darum geht es: 
"Es ist eine große Ehre, hier mit all' meinen Freunden zu sein. So großartig. Ich werde es niemals vergessen!"

Es ist schön, mit Freunden hier zu sein? Kein Wort zur Geschichte, kein Wort des Andenkens?

Als Vergleich teilen bei Twitter viele den Eintrag von Barack Obama. Der schrieb bei seinem Besuch 2008:

"Ich bin Yad Vashem dankbar und allen, die für diese bemerkenswerte Einrichtung verantwortlich sind. In einer Zeit großer Gefahr und großer Versprechen, des Krieges und des Streits, sind wir gesegnet mit einer so mächtigen Erinnerung an das Potenzial des Menschen, Böses zu tun, aber auch an unsere Fähigkeit aus der Tragödie aufzusteigen und unsere Welt zu erneuern. Lasst unsere Kinder hierher kommen, auf dass sie die Geschichte kennen und mit ihrer Stimme in den Schwur 'Nie wieder!' einstimmen. Und mögen wir uns an jene, die zugrunde gingen, nicht als Opfer erinnern, sondern als Individuen, die wie wir gehofft, geliebt und geträumt haben, und die zu Symbolen des menschlichen Geistes geworden sind."

Politikwissenschaftler und Autor Ian Bremmer kommentierte schlicht (Stern): 

"Das macht mich traurig."

Andere verglichen Trump mit einem Kind:

Zu Gute halten kann man Trump, dass seine Rede tiefgreifender war, als sein Gästebucheintrag (Tagesschau). Der Holocaust sei "die dunkelste Stunde der Geschichte" und das "grausamste Verbrechen gegen Gott und seine Kinder", sagte er in Jerusalem. Und:

"Worte könnten die bodenlose Bosheit nicht beschreiben." 

Was bislang in Trumps Amtszeit geschah:

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So berührend trauern Menschen auf Twitter und Instagram
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