Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu sein, ist ein Full-Time-Job. Feierabend? Gibt's nicht. Und Feiertage erst recht nicht. Und so ein lächerlicher Shutdown? Für POTUS kein Thema. 

Was hat Donald Trump jetzt schon wieder gemacht?

Dass Trump seinen Job ernst nimmt, wollte er wohl mit einem Tweet am Silvester-Nachmittag beweisen. "Ich bin im Oval Office", schrieb er um halb fünf. 

Alle anderen wärmen schon das Raclette-Gerät vor, aber Trump sitzt noch am Schreibtisch? Damit betonte er nicht nur seinen eigenen Fleiß, sondern schoss auch gegen die gegnerische Partei: "Demokraten, kommt aus den Ferien zurück und gebt uns die notwendigen Stimmen für die Grenzsicherheit!" Eine einzige "Ja"-Stimme fehle ihm noch für seine Mauer zu Mexiko – aber da er ja im Büro sei, solle die im Nu gebaut sein. (SPIEGEL ONLINE)

Blöd für Trump allerdings, dass ein Reporter im weißen Haus zur Stelle war, der seine Musterschüler-Geschichte prompt anzweifelte und behauptete: Donald Trump ist gar nicht im Oval Office.

Was passiert beim "Shutdown"?

Neun der 15 wichtigsten Behörden der USA wurden am Wochenende vor Weihnachten 2018 geschlosen. Darunter sich auch die Heimatschutzbehörde und das Innenministerium. Andere Behörden können weiter arbeiten, weil die Ausgabenverordnungen schon früher beschlossen wurden. Hunderttausende Angestellte sind betroffen, ein Teil soll zu Hause bleiben, 420.000 von ihnen, zum Beispiel die Sicherheitskontrolleure am Flughafen, müssen zwar arbeiten, wissen aber nicht, ob ihr Gehalt pünktlich auf dem Konto landet (FAZ). Ursache sind Machtproben zwischen den beiden Parteien: Sie können sich nicht auf einen Haushalt einigen, der Finanzierungsstopp wird zur Drohung. (SPIEGEL ONLINE)

Wie kam der Reporter darauf?

Der Journalist Brian Karem, der seit 30 Jahren aus den Weißen Haus berichtet, postete Minuten nach Trumps Tweet ein Foto von der Eingangstür zum Präsidentenbüro. Denn: Wenn der Präsident im Büro wäre, müsste dort nach den Regeln des Weißen Hauses eigentlich ein Soldat stehen, der die Tür bewacht – doch auf dem Foto sieht man dort niemanden. "Eine weitere Lüge", folgert Karem deshalb.

Was sagt das Weiße Haus?

Trumps PR-Team wollte diesen Vorwurf natürlich so nicht stehen lassen. Der stellvertretende Pressesprecher Hogan Gidley antwortete kurze Zeit später auf Twitter, er habe gerade persönlich ins Oval Office hineingeschaut und den Präsidenten am Schreibtisch sitzen sehen. 

Ein Beweisfoto postete er im Gegensatz zu Karem allerdings nicht.

Hat Donald Trump selbst reagiert?

Trump äußerte sich zu der Frage nicht mehr – obwohl er später noch fleißig weiter twitterte. 

Kurz nach dem Jahreswechsel postete er dann ein "Happy New Year"-Video, in dem er noch mal betont, wie hart er arbeite, während alle anderen "draußen sind und feiern". Im Video sieht man Trump zwar tatsächlich im Weißen Haus und auf keiner Party – aufgenommen wurde es aber eindeutig nicht um kurz nach 12, sondern früher am Tag, denn in der Aufnahme ist es noch hell.

Erst kürzlich stellte ein von den Vereinten Nationen beauftragter Experte fest, dass Donald Trump allein der schlimmste Verursacher von falschen Informationen in den USA ist (Vice). Es würde also wenig überraschen, wenn er auch in diesem Fall gelogen hätte.


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Was hilft wirklich, wenn man ständig kalte Füße hat?
Klären wir das, ein für alle mal.

Ohne dicke Socken geht nichts. Die Zehen frieren trotzdem ständig, eigentlich sehnen wir uns den ganzen Winter nach Wolldecke und Wärmflasche. 

Ist das normal, wenn man immer kalte Füße hat oder kann das ein ernstes Problem sein? 

Und vor allem: Was hilft dagegen? 

Wir haben Prof. Dr. Sigrid Nikol gefragt. Sie ist Gefäßmedizinerin und Chefärztin an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.