Bild: epa/ Michael Reynolds

Die Welt hatte ihn belächelt – wegen seiner Frisur, seiner Unerfahrenheit in der Politik und seines lauten Auftretens. Doch das ist spätestens jetzt vorbei. Donald Trump könnte der nächste US-amerkansiche Präsident werden. Am Donnerstag nahm er die Nominierung der Republikaner zum Präsidentschaftskandidaten an – eine reine Formsache, aber jetzt ist die Kandidatur offiziell. (tagesschau.de/ SPIEGEL ONLINE)

In der Abschlussrede des Parteitags in Cleveland machte Trump noch einmal deutlich, welche politischen Ziele er erreichen will: Er hält mehr Nationalismus für nötig, er versprach neue Arbeitsplätze, er wetterte gegen Einwanderung und gegen Hillary Clinton.

Seine umstrittenen und teils beängstigenden Aussagen
  • "Kriminalität und Gewalt, die heute unsere Nation heimsuchen, werden bald ein Ende haben", sagte Trump. "Vom 20. Januar 2017 an wird die Sicherheit wiederhergestellt." (Dann endet Barack Obamas Amtszeit.)
  • "Wenn ich nächstes Jahr das Oval Office übernehme, werde ich Recht und Ordnung wieder einführen, glaubt mir", sagte er. "Ich bin der Recht-und-Ordnung-Kandidat."
  • "Amerikanismus, das wird unser Credo sein, nicht Globalisierung."
  • "Wir werden eine große Grenzmauer bauen um illegale Einwanderung zu stoppen, um die Gangs und die Gewalt zu stoppen."

Auf dem Parteitag wurde allerdings auch deutlich, dass Trump innerhalb der eigenen Partei sehr umstritten ist. Sein früherer Rivale um die Präsidentschaftskandidatur, Senator Ted Cruz, verweigerte ihm seine Unterstützung (bento). Belächelt wurde auch die Rede von Trumps Ehefrau Melania, die in Teilen bei der jetzigen First Lady Michelle Obama abgeschrieben wurde. (bento)

US-Wahlen – Wie geht es weiter?

Von 25. bis zum 28. Juli findet der Parteitag der Demokraten in Philadelphia statt. Dort wird Hillary Clinton aller Voraussicht nach als Kandidatin nominiert. Im September und Oktober treffen Trump und Clinton dann bei zwei TV-Duellen aufeinander. Die Amerikaner entscheiden am 8. November, wer ihr neuer Präsident werden soll. Sein Amt tritt der Sieger oder die Siegerin am 20. Januar an.

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Gerechtigkeit

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