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Drei Fragen, drei Antworten zu dem Reisehinweis

Die rechtsextremen Aufmärsche in Chemnitz werden auch international diskutiert. Jetzt hat die Schweiz sogar Reisende, die nach Deutschland fahren, gewarnt: In der Umgebung von Demonstrationen müsse man aufmerksam sein. Das Außenminsiterium aktualisierte entsprechend seine Reisehinweise. (Schweizerische Eidgenossenschaft)

Wovor warnt die Schweiz genau? 

Als "grundsätzliche Einschätzung" zur Sicherheitslage in Deutschland schreibt das schweizerische Außenministerium auf seiner Website: 

"Das Land ist stabil. In den grossen Städten kann es aber zu Demonstrationen kommen. Lassen Sie in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht walten, da Ausschreitungen möglich sind."

Auch auf Twitter weist das Ministerium auf die Aktualisierung hin. 

In Chemnitz gab es nach dem gewaltsamen Tod eines Menschen und der Festnahme zweier Tatverdächtiger zu Demonstrationen und Ausschreitungen gewaltbereiter Neonazis. Menschen wurden wegen ihres Aussehens angegriffen, auch Journalisten wurden bedroht. 

Wozu dienen die Reisehinweise?

Reisehinweise werden von vielen Außenministerien angeboten, um Urlaubern oder Geschäftsreisenden einen Überblick über die Lage im ihrem Zielland zu verschaffen. Das schweizerische Außenministerium konzentriert sich dabei "auf sicherheitsrelevante Informationen in den Bereichen Politik und Kriminalität", gibt aber auch Tipps zu notwendigen Impfungen und informiert über den Zustand des Straßennetzes und des öffentlichen Nahverkehrs.

Was sind sonstige internationale Reaktionen?

Über die rechten Demonstrationen wird weltweit berichtet. Sogar auf die Titelseite der heutigen Ausgabe der "New York Times" haben es die "Mob Protests in Germany" geschafft.

Auch die französische "Le Monde" und der britische "Guardian" berichten ausführlich über Chemnitz. 


Gerechtigkeit

Das sind die besten Schilder der Anti-Nazi-Demos

Deutschland geht auf die Straße. Seit den gewalttätigen Ausschreitungen in Chemnitz (bento) finden fast täglich Demonstrationen gegen Rassismus und Rechtsextremismus statt – in vielen Städten, mit sehr vielen Menschen.