Shahak Shapira wird Medienbeauftragter

Diese Menschen werden wohl niemals in eine Regierung kommen. Aber sollte "Die Partei" doch noch zufällig die Bundestagswahl im September gewinnen, dann würden die hier unser Land führen:

(Bild: Gregor Fischer/ dpa)

Am Donnerstag hat die Satirepartei ihr sogenanntes Schattenkabinett vorgestellt. Mit den Worten: "Unser Kabinett hat einen Schatten". (Handelsblatt)

Wer ist hier für was zuständig?
  • Kanzlerkandidat ist Komiker Serdar Somuncu (3. v.l.): "Wir versprechen nicht nur, wir machen auch nichts". Er kandidiert unter dem Slogan: "Warum nicht mal ein Türke?" (Badische Zeitung)
  • Parteichef ist Martin Sonneborn (4. v.l.): 
  • Kriminalbiologe Mark Benecke (1. v.r.) würde ein neues Amt bekleiden, als "Minister für Tattoos und Verwesung". 
  • Autor und Aktivist Shahak Shapira (2.v.l.) würde "Beauftragter für Neue Medien". Die Begründung: Er ist in der Lage, Twitter-Botschaften analog mit Kreide an eine Tafel zu malen. Er selbst spricht von sich als Reichspropagandaminister.
  • Natascha (2. v.r.) – nähere Informationen fehlen – ist als "Ministerin für Osteuropa-Angelegenheiten" vorgesehen.
  • Der Sänger der Punk-Band Die Kassierer, Wolfgang «Wölfi» Wendland, (1. v.l.) wird im Fall eines Wahlsiegs "Atomminister". 
  • Nicht auf dem Bild, aber für den Posten des "Gesundheitsministers" vorgesehen: Ärzte-Bandmitglied Bela B.

Was steht im Wahlprogramm der "Partei"?

So viel schon mal vorweg: "Die Programmpunkte haben wir gestern Abend im Suff erarbeitet", sagte Sonneborn. 

  • "Die Partei" fordert die Abschaffung der "Ehe für Assis"...
  • totale Steuerfreiheit...
  • eine Nacktpflicht für Frauen zwischen 18 und 25.

"Die Partei"

Gegründet wurde "Die Partei" 2004 von den Machern des Satire-Magazins "Titanic". Nur um einen Spaß handelt es sich aber nicht. "Die Partei" tritt auch bei Landtags-, Bundes- und Europa-Wahlen an. 

Der Vorsitzende Martin Sonneborn sitzt seit 2014 im Europaparlament. Auch in Bezirks- und Gemeinderäten ist die Partei vertreten. Zum Beispiel in Freiburg. 

Und was bringt uns das alles?

Ein bisschen Aufregung, ein paar Lacher. Aber bestimmt keine konstruktiven Ansätze, wie man Deutschland zu einem gerechteren Land machen kann. 


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