Das Angebot im Supermarkt für Veganer ist oft sehr überschaubar, mal abgesehen von der Obst- und Gemüseabteilung. Will man auf Tofu-Würstchen und Seitan-Schnitzel verzichten, wird das Kühlregal bisweilen zum Endgegner. 

Das Startup "Happy Cheeze" aus Cuxhaven möchte das ändern.

  • Die Idee: Käse, den auch Veganer essen können
  • Die überraschende Zutat: Cashewkerne
Weiße Anführungszeichen
Wenn es gute Zutaten sind – gut für die Natur und gut für die Tiere – ist das Ergebnis gut für den Menschen.
Website "Happy Cheeze"

Wie die beiden Gründer Mudar Mannah und Rocky Wüst auf ihrer Website schreiben, hätten die Käse-Alternativen bis dahin hauptsächlich aus Stärke und Bindemitteln bestanden. Das habe aber "mit dem Geschmack von Käse nicht viel zu tun".

Eine neue Methode ermöglicht es ihnen, eine Käse-Alternative aus Cashewkernen herzustellen. 

Warum es bei Namen für vegane Produkte oft schwierig wird:

Derzeit beschäftigt das Unternehmen 13 Mitarbeiter, die in einer ehemaligen Fischkonservenfabrik bis zu 100.000 Käselaibchen im Monat herstellen. (Nord24

Doch wie viele Start-ups war auch "Happy Cheeze" auf der Suche nach Investoren, um auf den Massenmarkt zu expandieren. Bei der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen" versuchten die beiden Gründer ihr Glück. Dort stellen Gründer und Erfinder ihre Konzepte vor, um Investoren für ihre Ideen zu gewinnen.

Am Dienstagabend wurde die Sendung ausgestrahlt. 

Es ist ja kein Käse, aber ihre Bewertung ist Käse.
Carsten Maschmeyer, Juror
Hatten die "Happy-Cheeze"-Gründer Erfolg?

Der Plan: Die Löwen für ein Investment von 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile zu gewinnen.

Am Ende der Sendung stand fest: Carsten Maschmeyer und Frank Thelen würden sich mit 500.000 Euro für 30 Prozent der Anteile an dem Start-up beteiligen. Die Gründer stimmten zu. Eigentlich ein Grund zum Feiern! 

(Bild: VOX)
Aber der Deal ist geplatzt.

Gemeinsam hat man sich nach der Sendung gegen eine Partnerschaft entschieden. 

Der Grund: "Aufgrund der traditionell handwerklichen Herstellung und dem hohen Preis ist die Produktion nicht für ein schnelles Wachstum geeignet", sagt Mudar Mannah. Er betont aber: "Wir sind keineswegs im Streit auseinander gegangen."

Das Problem dabei: Die Vox-Sendung wurde schon im März aufgenommen. Um den Spannungsbogen zu erhalten, konnte keiner der Beteiligten etwas über den geplatzten Deal sagen. Mudar Mannah erklärt bento dazu: "Es gibt sehr strenge Auflagen, an die sich alle vertraglich halten müssen."

Wie wird der vegane Käse eigentlich hergestellt?

Produktionsgrundlage sind fermentierte Cashewkerne, die eingeweicht und zerkleinert werden. Wie in der traditionellen Käseherstellung wird die daraus gewonnene Cashew-Milch mit veganen Bakterienkulturen gesäuert. 

Die dickflüssige Grundmasse wird dann anschließend in Form gepresst und je nach Variante verfeinert und weiter behandelt. (Stern)

Für den Kunden ist der vegane Käse aber kein Schnäppchen:

  • Frischkäse "Kräuter der Provence": 4,79€ (120 Gramm)
  • Camembert-Alternative "Happy White": 12,95€ (150 Gramm)
  • Feta-Alternative "Griechische Kräuter": 9,99€ (150 Gramm)

Der Grund dafür: Cashewkerne sind enorm teuer. Ein Kilo kostet zwischen zehn und zwölf Euro. Milch hingegen sei aufgrund der hohen Subventionen deutlich günstiger. Auch der hohe Anteil Handarbeit im Produktionsprozess treibe den Preis nach oben. 

Wie geht es mit dem Unternehmen weiter?

Statt auf den Massenmarkt möchte sich das Startup nun vorerst auf den Bio-Fachhandel konzentrieren. Geschäftsführer Mudar Mannah sagt: "Wir sind kein Massenprodukt und wollen dies auch nicht sein."

Schon jetzt sei "Happy Cheeze" europaweit marktführend, allerdings nur im sehr kleinen Markt der Käseherstellung aus Cashewkernen. Mittlerweile hat das Unternehmen auch einen neuen Investor gefunden. Der Vertrag wurde im August unterschrieben.

"Vegan ist eben kein Trend mehr, sondern etwas für jeden", so Mannah. 

Auch an der Uni gibt es vegane Alternativen:


Haha

Im Kampf gegen Hundekot: Gemeinde fordert DNA-Datenbank

Sackerl fürs Gackerl – seit Jahren sind Gassibeutel die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den Hundekot auf Gehwegen, Spielplätzen und Parkanlagen. Viele Hundebesitzer halten sich inzwischen an die Regel und entsorgen artig die Häufchen ihrer Vierbeiner. 

Andere haben den Sinn der Kottüten nicht ganz verstanden: Die Beutel werden entweder nicht benutzt – oder landen samt frisch erzeugtem Inhalt im Gebüsch.