Bild: dpa / Paul Zinken
Rechte in Berlin
Was ist passiert?

Die Alternative für Deutschland (AfD) hatte in Berlin eine Demonstration für etwa 10.000 Menschen angekündigt. Gefolgt sind diesem Aufruf nach ersten Polizeischätzungen nur 3500 Demonstranten. Schon im Vorfeld hatte sich ein Bündnis formiert, um eine Gegen-Demonstration zu organisieren.


Aufruf zur Gegendemo


Für die Sicherheit der Teilnehmer sorgten mehr als 1000 Einsatzkräfte



Was will die AfD?

Die AfD möchte "Mehr Mut zu Deutschland". Um dies zu unterstreichen, wollte sie bei der Demonstration in Berlin ein Zeichen gegen vermeintlich "diktatorische Merkmale" der Bundesregierung setzen. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry betonte bei der Abschlusskundgebung, dass Deutschland eine Debatte brauche, die mit Argumenten geführt werden müsse und nicht mit billigen Parolen. Dazu skandierten die AfD-Protestler die gern-benutzte Parole "Merkel muss weg" - ist natürlich schwierig, wenn direkt das eigene Publikum dem Anspruch nicht gerecht wird.


Wer marschiert mit bei der AfD?

Sind tatsächlich Nazis unter den Demonstranten?

Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Aber diese Fotos sehen jetzt nicht nach einem Treffen alternativer Yoga-Lehrer aus.


Was skandierten die AfD-Demonstranten?

Wahlweise "Merkel muss weg", "Gauck muss weg" oder jemand anderes muss weg - man erkennt das Muster. Alternativ dazu auch "Hopp, hopp, hopp - Aufnahmestopp".


Kann man über die AfD nicht einfach lachen?

Ja, schon ein wenig. So nennt die AfD-Vorsitzende Frauke Petry AfD-Gegner etwa gern Antifanten. Total witzig. Aber letztlich erfährt die AfD mit Blick auf die Flüchtlingskrise gerade massiven Rückenwind - von "besorgten Bürgern" bis hin zu islamfeindlichen, rassistischen Verschwörungsparanoikern. Das ist überhaupt nicht witzig.

Was bedeutet der Hinweis "Meinung"?

Unsere Autoren und Redakteure argumentieren klar, meinungsstark, manchmal polemisch. Unsere Kommentare sind, das liegt in der Natur der Sache, absolut subjektiv und müssen nicht der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen. Wir wollen weder unseren Lesern noch unseren Kollegen vorschreiben, wie sie über einen Sachverhalt zu denken haben; wir wollen zur Debatte anregen – und freuen uns auf den Dialog. (Mehr Fragen und Antworten zum Redaktionsalltag findet ihr hier: FAQ)


Hier erfährt man mehr über die neue deutsche Gewalt. Und hier gibt es einen Überblick über die AfD.

bento auf Facebook